Billig-Handys für die Entwicklungsländer: Motorola mit Produkten für Indien und China
- US-Mobiltelefon-Erzeuger will so Nokia Paroli bieten
- Markt in Wachstumsländern soll nun erobert werden
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Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, Motorola, bringt fünf neue Billig-Handys für Wachstumsländer wie Indien und China auf den Markt. Das US-Unternehmen, das lange Zeit keine große Rolle im Billigsegment spielte, bedient dieses seit diesem Jahr aber intensiver, um dem großen Konkurrenten Nokia Paroli bieten zu können. Die Nachfrage nach billigen Mobiltelefonen ist vor allem in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien und China sehr stark.
Fünf neue Handys
Das Angebot von Motorola umfasst das C118 mit einfarbigem Display sowie die Handys C257, C139, C168 und C261 mit Farbdisplay. Das C261 hat auch eine Digitalkamera. Die Telefone, die im vierten Quartal auf den Markt kommen sollen, bieten zudem eine längere Akkuzeit als herkömmliche Modelle, weil es in vielen Entwicklungsländern noch Probleme mit der Stromversorgung gibt.
Konsumansprüche unterschiedlich
Analysen zeigen, dass die Konsumentenansprüche in Entwicklungsländern unterschiedlich sind. Es ist nicht so, dass eine Lösung für alle passt - deshalb möchte man bei Motorola Auswahl bieten. Vergangene Woche hatte Nokia ein Klapphandy für 100 Euro für Wachstumsmärkte wie China und Afrika vorgestellt.
Handys für Indien, Afrika und Russland
Motorola hat zudem vom Branchenverband GSM Association den Auftag erhalten, Handys in Wachstumsmärkten wie Indien, Russland und den afrikanischen Ländern anzubieten. Im Rahmen dieses Programms wird Motorola mehr als sechs Millionen Mobiltelefone für unter 30 Dollar (24,9 Euro) das Stück an insgesamt zehn Netzbetreiber verkaufen. Angeboten werden exklusiv für dieses Programm das C113a sowie das bereits erhältliche C113 - allerdings zu einem niedrigeren Preis.
Marktanteil soll erhöht werden
Der Verkauf preisgünstiger Handys werde Motorola schnell zu mehr Marktanteil verhelfen, sagte Gartner-Analystin Ann Liang. Aber bezogen auf die Profitabilität sei das nicht die klügste Idee. Bei Motorola wollte man nicht sagen, was dem Unternehmen die Herstellung der neuen Handys kostet. Analysten schätzen die Kosten auf 40 bis 50 Dollar. (apa/red)
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