Falsche Rechnungen für Sex-Website-Abo: Dutzende Niederösterreicher sind betroffen
- Angebliche User bestreiten Besuch derartiger Seiten
- AKNÖ: Dialer aus dem Ausland sorgen für Probleme

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Eine Betrügerfirma hat es derzeit auf dutzende Niederösterreicher abgesehen. Die AKNÖ warnt vor der Firma PMA aus Wien, die angeblichen Usern ein Abonnement für eine Sex-Website verrechnet. Die Rechnungen in der Höhe von 49 Euro bzw. Mahnungen über 54 oder 59 Euro seien ungerechtfertigt. Die Betroffenen bestreiten, ein Abo bestellt zu haben. Die Experten raten daher zur genauen Kontrolle der Telefonrechnung und zur Beweissicherung der Daten auf dem Computer.
Auslandsdialer
Michael Dunkl, Telekommunikations- und Internetexperte bei der AKNÖ, vermutet, dass sich die betroffenen Konsumenten beim Surfen im Internet einen Auslandsdialer eingefangen haben: "Mittels dieses Programms wird dann eine telefonische Verbindung nach Dänemark gelegt. Und diese Verbindung wird quasi als Einverständniserklärung des Konsumenten ausgelegt, dass er eine Pornoseite abonnieren will."
Verbindung nach Dänemark
Auf der Telefonrechnung der Betroffenen ist eine telefonische Verbindung nach Dänemark nachweisbar. "Die Verbindung macht nur wenige Euro aus und wird deshalb vielfach übersehen. Allerdings verbirgt sich dahinter gleichzeitig die angebliche Einverständniserklärung für das Abonnement der Pornoseite", so Dunkl. Daher rät er allen Konsumenten, die ungerechtfertigt zur Kasse gebeten werden, ihre Telefonrechnung genau zu prüfen. Der nächste Schritt ist schriftlich Einspruch gegen die Rechnung der Firma PMA zu erheben, wenn kein Abo bestellt wurde. Außerdem rät der Telekomexperte dazu, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Dazu ist es notwendig, möglichst viele Beweise zu sichern.
Forderung nach Gesetzesänderung
Die AKNÖ hat bereits im Frühjahr 2005 in einer Resolution entsprechende Gesetzesänderungen gefordert: Demnach dürfen Dialerprogramme grundsätzlich nicht mehr als Mittel für Fernabsatzgeschäfte verwendet werden.
Staatsanwaltschaft Wien informiert
Die Konsumentenschützer haben aufgrund der zahlreichen Beschwerdefälle die Staatsanwaltschaft Wien informiert. Weiters wurde bei der Gewerbebehörde in Wien eine Anzeige wegen unbefugter Gewerbeausübung erstattet, da keine aufrechte Gewerbeberechtigung vorliegt. (red)
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