Messerattacke in Wiener Polytechnikum: Erstochener Schüler in Wien beigesetzt
- 800 Menschen nahmen bei Trauerfeier Abschied
- NEWS: Mutmaßlicher Täter war bereits amtsbekannt

·NEWS: Mutmaßlicher Täter amtsbekannt
Neue Enthüllungen nach Schulmord in Wien
·Voruntersuchung wegen Mordes in Wien
Ursachenforschung nach tödlichem Streit an Schule
·Verdächtiger streitet den 2. Messerstich ab
Bluttat in Wiener Schule gibt neue Rätsel auf
·Bluttat in Wiener Schule endet tödlich
14-Jähriger nach Messer- angriff in Spital gestorben
·Furchtbare Bluttaten an unseren Schulen
Tragischer Höhepunkt: Schüler erschoss Lehrerin
·Verletzungen werden
immer brutaler
Gewaltbereitschaft an Schulen aber konstant
·Genauere Kontrollen sind nicht möglich
Direktor der Schule nach der Tat schwer geschockt
Feierlich und mit hunderten Besuchern wurde am Freitag in Wien-Währing der 14-jährige Kevin begraben, der vor zwei Wochen in seiner Schule von einem Klassenkollegen erstochen worden war. In der Gersthofer Pfarrkirche fand die Verabschiedung statt, auf dem Neustifter Friedhof wurde der Bub beigesetzt. Zahlreiche Mitschüler, Freunde und Fußballkollegen fanden den Weg zu den Zeremonien.
In der Kirche machte sich am Vormittag beklommene Stimmung breit. Alle Sitzreihen waren gefüllt, bis zum Hintereingang scharten sich die Gäste. Insgesamt sollen rund 800 Menschen gekommen sein, hieß es. Die Zeremonie verlief für viele schmerzlich, selbst in den letzten Reihen versuchten Männer, Frauen und Kinder ihre Tränen wegzudrücken.
"Du wirst uns fehlen", sagte eine Mitschülerin bei ihrer Ansprache. "Du warst mehr als ein Mitschüler", meinte ein anderer. "Du warst doch noch so jung, zu jung", meinte Pfarrer Norbert Rodt. "Zu jung zum Sterben." Um dem 14-Jährigen das letzte Geleit zu geben, war unter anderem seine alte Fußballmannschaft Gersthofer SV gekommen, sechs Buben saßen während der Feier in der Kirche neben dem mit Blumengestecken und einem Kranz geschmückten Sarg Spalier. "Hier auf Erden war es dir nicht vergönnt, dein Können als Tormann unter Beweis zu stellen, wir sind uns aber sicher, du spielst bereits in einer anderen Liga die Nummer 1", suchte der Jugendbetreuer des Vereins, Johann Pfeffer, nach tröstenden Worten. Kevin hatte im Gersthofer SV in der U15-Mannschaft gespielt.
Auch die ehemaligen Mitschüler des 14-Jährigen gestalteten die einstündige Zeremonie mit. Gemeinsam sangen sie in einem leisen Chor den Popsong "Wake me up, when September ends" ("Weck mich auf, wenn der September zu Ende geht") - der Bursch war am 15. September in seiner neuen Schule, dem Polytechnikum Währing mit zwei Messerstichen tödlich verletzt worden, die Beisetzung fand am letzten Tag des Monats statt.
Zu Mittag wurde der Sarg des Buben in den Neustifter Friedhof überstellt, wo er in einem kleinen Wald seine letzte Ruhe fand. Hunderte Jugendliche versammelten sich mit Rosen in der Hand, um Kevin die letzte Ehre zu erweisen. Ein Trompetenstück war der letzte Wunsch der Eltern, danach wurde der Sarg versenkt. Die Emotionen übermannten hier viele, lautes Schluchzen war allerorts zu hören.
Die Bluttat hatte sich im Zuge einer Rauferei in der Schulklasse im dritten Stock des Gebäudes in der Schopenhauerstraße 81 ereignet. Kevin geriet mit einem 15-jähriger Klassenkameraden in Streit, aus der sich ein Gerangel entwickelte. Der Mitschüler stach ihm daraufhin mit dem Messer in Bauch- und Herzgegend. Trotz Notoperation starb der 14-Jährige am Nachmittag desselben Tages. hatte bei einer Auseinandersetzung eine Klinge gezückt und ihn in Bauch und Herzgegend gestochen. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. (apa)
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