Mittwoch, 28. September 2005

Sorger im aktuellen NEWS: Ultimatum an Gewerkschaft bei Arbeitszeit-Verhandlungen

  • IV-Präsident kritisiert Kollektivvertragsverhandlungen
  • Veit Sorger fordert eine Lösung bis Jahresende

Unzufrieden mit dem Ergebnis der Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen äußert sich der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. "Die Kollektivvertragsverhandlungen haben entgegen den öffentlichen Versprechungen der Sozialpartner-Präsidenten keine signifikanten Ergebnisse bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit gebracht", kristisiert Sorger in NEWS.

"Kommen auf Sozialpartnerebene bis Jahresende keine Lösungen zustande, dann müssen andere Wege der Umsetzung für mehr Flexibilisierung gefunden werden", erklärt der IV-Präsident in NEWS. Die Industrie werde "nicht tatenlos zusehen". Sorger sieht in der Flexibilisierung vor allem auch eine Nagelprobe für die Gewerkschaften. "Diese werden zeigen müssen, was ihnen wichtiger ist: zusätzliche Wettbewerbsfähigkeit und damit Beschäftigung durch mehr und leistbare Flexibilität - oder Verweigerung und damit das bewusste In-Kauf-Nehmen von Arbeitsplatzverlusten", so der Industriepräsedent in NEWS. Nachsatz: "Der Blick über die Grenzen nach Deutschland sollte dahingehend heilsam sein."

In einer klugen Arbeitszeit-Flexibilisierung, von der Unternehmen und Arbeitnehmer profitieren, sieht Sorger eine der Antworten auf die Herausforderungen der Internationalisierung. "Die Flexibilisierung ist das Top-Thema, die Erwartungshaltung der Wirtschaft hoch. Aber auch - besonders erfreulich - die Arbeitnehmer zeigen mehrheitlich Bereitschaft, flexibler zu arbeiten", meint der IV-Präsident in NEWS.

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28.9.2005 12:06