Gazprom-Deal: Entwurf für Freigabe des Aktienhandels liegt in wenigen Tagen vor
- Russland stockt Beteiligung an Gasproduzenten auf
- Voraussetzung für Aufhebung der Handelsschranken
·Deal: Gazprom kauft Sibneft für 13 Mrd. $
Größtes Geschäft in der Wirtschaftsgeschichte
Das russische Wirtschaftsministerium legt nach Angaben des Gasmonopolisten Gazprom in wenigen Tagen einen Entwurf zur Aufhebung der Handelsschranken für ausländische Investoren des Unternehmens vor.
Der Plan sehe die vollständige Freigabe von Gazprom-Aktien für Anleger aus dem Ausland vor, teilte Gazprom mit. Die Beschränkungen sollten noch bis Jahresende fallen.
Derzeit dürfen ausländische Investoren nur in London gelistete Gazprom-Papiere kaufen, die mit einem Aufpreis zum Kurs der russischen Anteilsscheine gehandelt werden und nur 3 Prozent des Aktienkapitals des Konzerns ausmachen.
Als Voraussetzung für die Aufhebung der Handelsschranken will der russische Staat seine Beteiligung an dem weltgrößten Erdgas-Produzenten für mehr als 7 Mrd. Dollar (5,82 Mrd. Euro) auf über 50 Prozent aufstocken.
Investoren zeigten sich zuversichtlich, dass die Handelsschranken bald fallen werden. "Ich bin ziemlich sicher, dass die Freigabe zu Stande kommt", sagte Jacques von Polier, Fondsmanager bei Atria Advisors. Die jüngste Verzögerung habe vermutlich mit der Übernahme des russischen Ölkonzerns Sibneft durch Gazprom in Zusammenhang gestanden. Dies scheine nun geklärt.
"Ich bin sicher, dass die Handelsschranken in Kürze fallen werden, und das ist die Nachricht, auf die die Leute seit langem gewartet haben." Gazprom hatte am Mittwoch mitgeteilt, für rund 13 Mrd. Dollar die Mehrheit an Sibneft zu übernehmen. An Gazprom hält die deutsche E.ON Ruhrgas rund 6,5 Prozent. (apa)
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