Aufatmen im September: Deutsches Geschäftsklima unerwartet verbessert
- Unternehmen bewerten die Lage deutlich besser
- Unveränderte Stimmung der Firmen in Baubranche
Die Stimmung der deutschen Firmen hat sich im September überraschend verbessert und dem hohen Ölpreis getrotzt. Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg auf 96,0 von 94,6 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte. Dabei bewerteten die gut 7.000 befragten Firmen ihre aktuelle Geschäftslage deutlich besser, ihre Erwartungen an die weiteren Geschäfte blieben nahezu unverändert.
"Eine Auswertung von Meldungen vor und nach der Bundestagswahl zeigte, dass die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten nach der Wahl tendenziell ungünstiger bewerteten als vorher", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Nach Angaben des Instituts waren rund 80 Prozent der Antworten bereits vor der Bundestagswahl eingegangen, die keine deutliche Regierungsmehrheit brachte.
Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Rückgang des Ifo-Index auf 94,1 Punkte erwartet. Der Index für die Geschäftslage verbesserte sich im September dem Institut zufolge auf 96,4 von 93,8 Zählern, der Erwartungsindex stieg auf 95,5 von 95,4 Punkten.
Im Verarbeitenden Gewerbe hellte sich das Geschäftsklima nach einem leichten Rückgang im Vormonat wieder auf. Unverändert positiv beurteilten die Firmen ihre Exportchancen, hieß es. Auch im Einzelhandel und Großhandel verbesserte sich das Geschäftsklima. Weitgehend unverändert blieb die Stimmung der Firmen in der Baubranche. (apa/red)
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