Ein Krankl-Nachfolger scheint gefunden: Hickersberger als ÖFB-Teamchef designiert!
- Rapid-Coach gibt Zusage: "Kann nicht nein sagen"
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·Team: Hickersberger soll es nun richten!
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Josef Hickersberger ist als neuer ÖFB-Teamchef designiert! Der Rapid-Trainer hat Friedlich Stickler in einem Telefonat bereits eine prinzipielle Zusage gegeben.
Rapid-Trainer Josef Hickersberger hat Friedrich Stickler in einem Telefonat die prinzipielle Zusage gegeben, den ÖFB-Teamchefposten anzutreten. Das sagte der ÖFB-Präsident am Montagabend gegenüber der APA - Austria Presse Agentur im Rahmen der Pressekonferenz zur Vorstellung des nationalen Sicherheitskonzepts zur EM 2008: "Er hat zu mir gesagt, 'wenn alle mich wollen und mich unterstützen, kann ich nicht Nein sagen' ", berichtete Stickler.
Während Hickersberger vor der wichtigen Champions-League-Partie gegen Juventus Turin auf dieses Thema nicht eingehen wollte, ist sich Stickler seiner Sache ganz sicher. Am Nachmittag hatte er gegenüber Journalisten bei einem möglichen Nein von Hickersberger seinen Rücktritt in den Raum gestellt ("Wenn wir das nicht zusammen bringen, sehen sie mich nicht mehr lange als Gegenüber"), am Abend präzisierte er diese Äußerung: "Ja, ich bin mir so sicher, dass er es macht, ich spüre das. Wenn er Nein sagt, würde ich mich lächerlich machen und niemand würde mich noch ernst nehmen."
Dass der Zeitpunkt für diese im Hinblick auf die Heim-EM 2008 so wichtige Personalentscheidung nicht ideal gewählt ist, ist dem ÖFB-Boss klar: "Es ist immer der schlechte Zeitpunkt. Aber heute war die Präsidentenkonferenz der Bundesliga, und in dem Augenblick, in dem sie sich auf einen Kandidaten festlegen, ist die Diskussion eröffnet. Die Zustimmung innerhalb des ÖFB-Präsidiums war überwältigend. Hickersberger bekam ein Votum, das unglaublich ist, es gab keine offizielle Abstimmung, aber es war extrem hoch." Und weiter meinte er: "Ich kann dann nicht sagen, reden wir nicht drüber. Dann hat man die öffentliche Diskussion und dann konkretisiert sich das."
Rapid-Präsident Rudolf Edlinger trat Gerüchten entgegen, er selbst habe Hickersberger als Teamchef vorgeschlagen. "Ich selbst habe auf der Präsidentenkonferenz gegen einen Teamchef Hickersberger gestimmt. Er ist ein verdienstvoller Trainer für uns. Aber wenn er Teamchef werden will, werde ich ihm nichts in den Weg legen", erklärte Edlinger. Bundesliga-Präsident Frank Stronach hatte aber erklärt, dass es Edlinger nicht so richtig passe, seinen Erfolgstrainer zu verlieren. "Weil Hickersberger der Schlüssel zum Erfolg bei Rapid ist. Aber wenn es Hickersbergers Wunsch ist, Teamchef zu werden, werde ich ihm nichts in den Weg legen", habe Edlinger laut Stronach erklärt.
Der Austria-Boss hatte sich aus den Diskussionen eigenen Angaben zu Folge heraus gehalten. "Ich habe von Anfang an klar gemacht, dass ich mich neutral verhalte, damit niemand sagen kann, dass ich Rapid mit dem Abgang von Hickersberger schwächen will", so Stronach.
ÖFB und Bundesliga haben sich also auf den 57-jährigen Amstettener geeinigt, der von Dezember 1987 bis 1990 (WM-Teilnahme und Färöer) schon einmal Teamchef war. "Vorweg möchte ich betonen, dass ich sicher bin, dass Josef Hickersberger der ideale Mann ist, die Mannschaft auf das große Ziel Heim-Europameisterschaft 2008 vorzubereiten", sagte Stickler. Er habe im Vorfeld mit den Mitgliedern des ÖFB-Präsidiums gesprochen. "Der Vorschlag, Hickersberger zum Teamchef zu bestellen, ist auf überwältigende Zustimmung gestoßen. Wir werden den Beschluss in der nächsten Präsidiumssitzung am 22. Oktober bestätigen", erklärte Stickler.
Die Bundesliga schloss sich bei ihrer Sitzung in Oberwaltersdorf dem ÖFB-Vorschlag an, nachdem Hickersberger und GAK-Trainer Walter Schachner die meiste Zustimmung erhalten hatten. "Wenn Hickersberger nicht der klare Wunsch des ÖFB gewesen wäre, hätten wir mit Schachner und Hickersberger zwei Kandidaten nominiert", erklärte Bundesliga-Vize Martin Pucher.
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