"Volle Kraft Richtung Gruppenphase": Austria will Donnerstag gegen Viking Sieg
- Veilchen verloren Hinspiel in Norwegen mit 0:1
- Kraetschmer: "2003/04 brachte UEFA-Cup 400.000 "
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Bei Österreichs Fußball-Cupsieger FK Austria Magna gilt die ganze Konzentration dem UEFA-Cup-Erstrundenrückspiel am Donnerstag (20:45 Uhr/live auf networld.at) gegen Viking Stavanger. Austria-Manager Markus Kraetschmer kennt für die Partie gegen die Norweger, in der die Wiener die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel umdrehen müssen, nur ein Ziel: "Volle Kraft Richtung Gruppenphase. Ich bin ein positiv denkender Mensch."
In der vergangenen Saison erreichten die Veilchen nicht nur die Gruppenphase, sondern später sogar das Viertelfinale, in dem erst unglücklich gegen Parma Endstation war. "Wir haben auch für diese Saison das Erreichen der Gruppenphase budgetiert", bestätigte Kraetschmer. "Aus den Erfahrungen der Vorsaison kann ich sagen, dass uns im UEFA-Cup vor Abzug der Prämien rund 400.000 Euro übrig geblieben sind."
Eine Kalkulation und ein Vergleich sei aber schwierig. "Die Variable dabei sind die Gegner. Denn es ist ein Riesenunterschied, ob man wie damals gegen Borussia Dortmund 320.000 Euro oder wie jetzt gegen Stavanger 13.400 Euro TV-Geld bekommt", so der Manager. Den Erlösen durch die Fernseh-Auslandsgelder, Tickets und Bandenwerbung (abzüglich der Veranstaltungskosten) stehen zudem noch die Reisekosten gegenüber.
Austria hat auch "worst case"-Szenario durchgerechnet
Auch ein "worst case"-Szenario steht. "Ich wäre ein schlechter Kaufmann, wenn ich nicht auch den Fall des Scheiterns einbezogen hätte. Es wäre auffangbar, doch man darf auch andere Gesichtspunkte nicht außer Acht lassen. Wir hätten wahrscheinlich Afolabi nie so teuer verkaufen können, wenn wir nicht im UEFA-Cup so weit gekommen wären.
Zusätzlich kann man über den Europacup neue Sponsoren gewinnen", kennt Kraetschmer die möglichen Folgen eines internationalen Abschieds. "Zudem wäre es für Österreich in der Fünfjahreswertung und den Verein selber ebenfalls ganz wichtig weiterzukommen."
Trainer-Ablöse vorerst kein Thema
Neben den wirtschaftlichen Fragen nahm Kraetschmer aber auch zur sportlichen Zukunft Stellung. Eine mögliche Trainer-Ablöse von Peter Stöger/Frenkie Schinkels ist da vorerst kein Thema. "Ich bin positiv gestimmt, dass wir das Ganze noch drehen und in die Gruppenphase hineinkommen. Wir sind in der Bundesliga Erster und auch in der Red Zac-Liga mit den Amateuren. Jetzt im Europacup gibt es erstmals eine Prüfung, wo es schwarz oder weiß geben und man sehen wird, ob ein Ziel erreicht wird."
"Man kann über die Leistungen der vergangenen Wochen sicher diskutieren, sollte aber auch unser Verletzungspech berücksichtigen. Doch wir raunzen nicht und werden auch analysieren, wenn es nicht gut gehen sollte. Wir stellen uns dem Erfolgsanspruch. Wir sind voll auf Kurs und unsere Richtung stimmt. Es geht um die Tendenz. Wir müssen ruhig bleiben und unsere Linie beibehalten, keinen falschen Aktionismus."
(apa)
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