0:2 in Pasching: Rapid kam auch gegen Superfund nicht aus der Talsohle heraus
- Nur ein Sieg aus den letzten acht Liga-Spielen
- Pasching, Salzburg, Sturm lassen Meister stehen
·Festung: Pasching schlägt Rapid mit 2:0
Salzburg bezwingt Ried, Sturm siegt über Tirol
·Austria und GAK schaffen Rehabilitation
Klare Heimsiege über Mattersburg und Admira
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13. Bundesliga-Runde
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Meister Rapid Wien sind in diesem Herbst die Fußball-Schlagzeilen sicher. Als einziger österreichischer Klub sind die Hütteldorfer noch im Europacup vertreten, zudem wird auch die Diskussion um Coach Josef Hickersberger als Teamchef-Wunschkandidat des Österreichischen Fußball-Bunds (ÖFB) und der Bundesliga den Rekord-Champion in den nächsten Wochen im Gespräch halten. Nur sportlich läuft es bei Rapid schon lange nicht mehr so rund.
Die beiden Zu-Null-Niederlagen in der Champions League nimmt den Rapidlern keiner übel, das 0:2 in der 13. Runde der T-Mobile Bundesliga am Samstag bei Superfund Pasching ist aber nur eine Fortsetzung der jüngsten Ergebnisse. Seit dem 3:1 am 6. August gegen die Wiener Austria gelang auf nationaler Ebene nur ein Sieg, jener im Ausmaß von 2:0 vor gut einer Woche daheim gegen Wacker Tirol.
Die T-Mobile-Bilanz seit dem Derby-Gewinn sieht trist aus: ein Sieg, vier Remis und drei Niederlagen - aus acht Partien nur sieben von 24 möglichen Punkten. Seit der Fixierung des Meistertitels 04/05 setzte es in 17 nationalen Pflichtspielen acht Niederlagen, also gingen fast 50 Prozent aller Partien verloren.
Verloren gegangene Heimstärke
Die einst gefürchtete Heimstärke ist auch nicht mehr gegeben, in sechs Saison-Matches im Hanappi-Stadion gingen drei Mal ie Gegner als Sieger vom Platz. Die Ablenkung durch die erst am vergangenen Montag entfachte Teamchef-Diskussion kann da maximal an der Niederlage im Waldstadion Mitschuld haben.
Für Hickersberger ist die Situation nicht leicht, daher will er seine Trainer-Zukunft auch rasch klären. Er war trotz Erkrankung nach Pasching gereist. "Wenn ich in so einer schwierigen Situation für den Trainer Hickersberger und Rapid nicht dabei gewesen wäre, wäre das fatal gewesen", meinte der Amstettner. Seine Spieler gaben erst im Finish des Schlagers mehr Gas, konnten den Paschingern aber Saison-Gegentor Nummer sieben nicht mehr schießen.
Schickgrubers Torsperre
Seit 6. August oder 744 Bundesliga-Minuten ist Pasching-Goalie Josef Schickgruber ohne Gegentreffer, das Team inklusive UEFA-Cup seit zwölf Spielen unbesiegt. Die zumindest vorübergehende Tabellenführung gab es als Belohnung, Erfolgscoach Georg Zellhofer legt darauf aber keinen großen Wert. "Die Punkte sind uns viel wichtiger als der Tabellenplatz", meinte der Coach und hieß wegen einiger Verletzter die nun zweiwöchige Ligapause willkommen.
Pasching als "Mannschaft der Stunde" zu bezeichnen, wäre gegenüber anderen ungerecht. Salzburg etwa feierte seinen bereits vierten Zu-Null-Sieg in Folge und ist nun dort, wo es vor Saisonbeginn hinwollte - unter den Top Drei. "Das heißt aber nicht, dass der Weg jetzt leichter wird. Wir müssen weiter hart arbeiten", meinte Markus Schopp, beim 2:0-Heimsieg gegen Ried Schütze beider Treffer.
Schopp Matchwinner für Salzburg
Die Salzburger Heimstärke mit fünf Erfolgen kommt nicht von ungefähr, für Schopp haben die Fans in Wals-Siezenheim einen großen Anteil daran. "Sie sind ähnlich geduldig wie wir als Mannschaft. Mit dem Publikum haben wir ein tolles Plus auf unserer Seite." Gegen die Rieder wurde der heuer schon 100.000 Besucher begrüßt, insgesamt 115.000 Fans waren in bisher sieben Heimspielen zu Gast - ein absoluter Rekord.
Die Innviertler sind hingegen auswärts schon zwölf Oberhaus-Spiele en suite ohne Sieg, der bisher letzte Auswärtssieg datiert vom 22. März 2003. "Zuhause haben wir die Fans im Rücken, da sind wir am Ball sicherer, das ist hundert und eins", erklärte Dietmar Berchtold. "Aber diesmal waren wir bis zum 1:0 nicht so schlecht."
Sturm schlägt Tiroler Remis-Könige
Ebenfalls im Aufwind ist Sturm Graz, das 2:0 am Tivoli neu gegen Wacker Tirol hat das eindrucksvoll bestätigt. Trainer Michael Petrovic sieht das nicht als Verdienst des Moments. "Die Arbeit der vergangenen zwei Jahre macht sich jetzt bezahlt", sagte der Coach der bereits an Rapid vorbei gezogenen Steirer. Mit drei Siegen ist die Saison-Bilanz Sturms in der Fremde nun sogar positiv.
Die Remis-Könige aus Innsbruck müssen hingegen aufpassen, sie halten nach wie vor bei nur zwei Saison-Siegen. Diesmal reichte es vor allem wegen zweier Unachtsamkeiten nicht. "Wir haben bei zwei Kontern von Sturm nicht aufgepasst", sagte Trainer Stanislaw Tschertschessow . "Und vorne haben wir unsere Chancen nicht genützt."
(apa/red)
