Paschings Festung hält auch gegen Rapid: 2:0-Heimsieg über den amtierenden Meister
- Baur und Chiquinho erzielen die beiden Treffer
- Salzburg bezwingt Ried, Sturm siegt über Tirol
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Klare Heimsiege über Mattersburg und Admira
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13. Bundesliga-Runde
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Die drei Samstag-Spiele in der 13. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga haben durchwegs 2:0-Siege gebracht. Pasching gewann den Schlager daheim gegen Meister Rapid. Salzburg setzte den Aufwärtstrend gegen Ried fort und Sturm Graz schlug Wacker Tirol.
Pasching bleibt die Mannschaft der Stunde. Die Oberösterreicher fügten Rapid mit 2:0 die vierte Saisonniederlage zu. Kapitän Baur hatte die Paschinger per Kopf in Führung gebracht (17.), ehe der überragende Chiquinho (49.) nach der Pause für die Vorentscheidung sorgte.
Das neue taktische Konzept von Österreichs zumindest von Seiten des ÖFB bereits designiertem neuen Teamchef Josef Hickersberger, das Rapid-Kapitän Steffen Hofmann in seinem 100. Bundesliga-Spiel als "Freigeist" vor einer defensiven Dreierkette im Mittelfeld vorsah, griff nicht. Die sichere Paschinger Abwehr, die in der laufenden Saison erst sechs Gegentore zugelassen hat und von ÖFB-Teammanager Andreas Herzog das Prädikat "die beste Österreichs" verliehen bekam, hielt auch dem Ansturm des Rekordmeisters, der ohne den am Ellbogen verletzten Teamkapitän Andreas Ivanschitz auskommen musste, stand.
Torsperre von Schicklgruber hält
Pasching-Goalie Josef Schicklgruber ist damit bereits seit 744 Liga-Minuten ohne Gegentor. Zuletzt wurde der 38-jährige Routinier am 6. August (2:2) von Tirol-Stürmer Hannes Aigner bezwungen. Gar seit dem 23. Juli und damit insgesamt zwölf Spielen (mit UEFA-Cup) sind die Mannen von Georg Zellhofer, der als einer von vielen möglichen Hickersberger-Nachfolgern bei Rapid im Gespräch ist, ungeschlagen.
Die Revanche für die damals erlittene 0:2-Niederlage gegen Rapid im Hanappi-Stadion gelang den Paschingern vor allem über Standardsituationen. 17 Minuten nachdem Baur nach Chiquinho-Freistoß bei nicht funktionierender Rapid-Abseitsfalle völlig frei zum 1:0 eingeköpfelt hatte, setzte derselbe einen weiteren Kopfball nur Zentimeter am langen Eck vorbei (34.). Nur drei Minuten später hatte Payer bei einem zum Tor gedrehten Chiquinho-Freistoß Mühe, sicherte ihn im Nachfassen. Im Gegenzug setzte Valachovic per Kopf Rapids größte Chance vor der Pause rechts neben das Tor.
Beim 2:0 durch Chiquinho patzte Teamgoalie Helge Payer, ließ einen Querpass des Brasilianers unter seinem Körper ins Tor. Erst ab der 70. Minute und damit etwas zu spät drängte der Meister, reklamierte erst nach Handspiel von Baur Elfmeter (70.), ehe zwei Martinez-Schüsse knapp am Tor vorbeistrichen (71./abgefälscht, 82./Freistoß). Zwingende Torchancen blieben aber aus, Rapid blieb damit erst zum zweiten Mal in dieser Bundesliga-Saison (0:1 gegen Admira) ohne Torerfolg.
Salzburg setzt Siegesserie fort
Das Spiel Salzburg gegen Ried begann turbulent. Schon in der 2. Minute fand Zickler nach einem Pass von Kirchler eine der größten Chancen vor, sein Drehschuss aus Elferdistanz fiel aber zu schwach aus. Beinahe postwendend untermauerte der Ex-Salzburger Seo (4.) bei den Riedern seine Gefährlichkeit, der Koreaner agierte aber zu hektisch alleine vor Goalie Arzberger und schoss übers Tor. Danach rettet Aufhauser nach Kuljic-Flanke vor den bereitstehenden Seo und Berchtold (9.), unmittelbar darauf dreht Ried-Goalie Hans-Peter Berger einen Jezek-Kracher zur Ecke.
Nach 20 Minuten flaute das Match zusehends ab, die Rieder zeigten sich aber nicht nur sehr gut organisiert in der Abwehr, sondern störten auch den Spielaufbau der Hausherren mit aggressivem Forechecking. Die Oberösterreicher blieben aus Kontern stets gefährlich. Erst im Finish der ersten Hälfte kam es wieder zu Torchancen, darunter ein Zickler-Kopfball in Richtung Kreuzeck, den Berger gerade noch zur Ecke drehte (40.).
Nach Seitenwechsel dauerte es noch ein Mal 20 Minuten, ehe der Führungstreffer der Mozartstädter fiel: Schopp bekam in der 66. Minute völlig frei stehend im Strafraum eine missglückte Kopfballabwehr vor die Füße und schoss volley ungehindert zum 1:0 ein. Nur elf Minuten später war es abermals Schopp, der nach einer weiten Flanke von Linke erneut volley zum 2:0 einschoss - ein Treffer der Marke "Tor des Monats". Danach spielten nur noch die Salzburger, die Rieder hatten dazwischen durch einen Berchtold-Kopfball (73.), der knapp am Tor vorbei ging, ihre einzige Ausgleichschance verpasst.
Sturm mit Auswärtsstärke
Sturm Graz hat seine gute Auswärtsbilanz weiter aufgebessert. Die Steirer feierten bei Wacker Tirol einen 2:0-Erfolg, der dritte in der Fremde. Nzuzi nach einer schönen Einzelaktion (49.) und Wechselspieler Rauter (92.) scorten.
Vor 4.500 Zuschauern im Tivoli-Stadion schien sich in den ersten 45 Minuten so wie im ersten Saison-Duell ein 0:0 anzubahnen. Gute Aktionen waren Mangelware, Fehlpasses nicht. Die beste Chance hatten die Gastgeber, doch Feldhofer schoss nach Pacanda-Freistoß dem Keeper Szamotulski volley aus kurzer Distanz in die Hände (39.). Filipovic war zuvor auf der Gegenseite an Pavlovic gescheitert.
Gleich nach dem Wechsel gelang Nzuzi die Vorentscheidung. Der Kongolese versetzte drei Gegenspieler und schoss von der Strafraumgrenze unhaltbar ein. Tirol-Coach Tschertschessow brachte drei Offensivspieler, doch ein zählbares Resultat blieb gegen die nun sehr defensiv eingestellte Petrovic-Elf aus. Feldhofer köpfte knapp daneben (68.), Pacanda traf nur die Stange (72.), einen Mader-Schuss drehte der Sturm-Keeper über die Latte (87.).
(apa/red)
