Max Biaggi versteht die Motorrad-Welt nicht mehr: Doch kein Vertrag mit Kawasaki
- Bridgestone will bzw. darf ihm keine Reifen liefern
Der italienische Motorrad-Ex-Weltmeister Max Biaggi muss auf den erhofften Vertrag mit Kawasaki verzichten. Der Pilot hatte sich zwar in den vergangenen Tagen mit dem japanischen Rennstall über einen Vertrag geeinigt, der Reifenlieferant Bridgestone will jedoch dem römischen Piloten nicht unter die Arme greifen.
Bridgestone hat sich nicht bereit erklärt, die Reifen für ein drittes Kawasaki-Motorrad zu liefern. Der Grund: Die Kosten seien zu hoch und das Honda-Werksteam, Hauptkunde von Bridgestone, habe sein Veto gegen Biaggi eingelegt, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".
Nach Ablauf seines Vertrages mit Honda hat der Pilot für die Saison 2006 bisher noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Bei Honda wurde er durch Daniel Pedrosa ersetzt, nachdem er mit dem Management des japanischen Teams in Konflikt geraten war.
"Ich habe erst beim letzten Rennen erfahren, dass ich nicht bei Honda bleiben kann. Das hat mir die Suche nach einem neuen Vertrag erschwert. Die Spitzenteams regeln die Lage mit ihren Piloten zwischen Juli und September", erklärte der 34-Jährige.
Von 1994 bis 1997 hatte Biaggi vier Mal in Folge den WM-Titel in der 250er-Klasse gewonnen. 2005 fuhr Biaggi in der MotoGP vier Mal aufs Podium, gewann aber kein Rennen. Biaggi gab zu, wegen der Vertrags-Schwierigkeiten an das Ende seiner Karriere gedacht zu haben. "Ich habe aber noch Lust auf Rennen. Ich liebe diesen Sport, der mir so viel gegeben hat. Ich will weitermachen. Mein Rennen ist noch nicht zu Ende", sagte er.
(apa/red)
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