"Mehr Wien - weniger Häupl, weniger Rot - mehr Orange: BZÖ präsentiert Programm
- Verkehr, Integration und Familie zentrale Themen
- Schimanek: Ohr an die Lippen der Bürger legen
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Das Programm des BZÖ für die Wien-Wahl am 23. Oktober steht unter dem Motto "Mehr Wien - weniger Häupl, weniger Rot - mehr Orange". Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek nannte am Mittwoch Verkehr, Integration, Familie und Mittelstandsförderung als die zentralen Eckpfeiler seiner Kampagne. "Wien ist eine wunderschöne Stadt - woran es krankt, ist das System", so der BZÖ-Politiker.
Beim Verkehr müssten etwa die U-Bahnen zügig an den Stadtrand gebaut werden und die Park-and-Ride-Plätze kostenlos angeboten werden. Auch der Kindergarten soll gratis werden.
Bei der Integration sollten die Deutschkenntnisse von nicht-muttersprachlichen Kindern verbessert werden. "Wir produzieren die Hilfsarbeiter von morgen und - ich sage es ganz offen - Kriminelle von morgen", befürchtete Schimanek. Man müsse diesen Kindern die Chance geben, ihr Leben besser zu gestalten. "Integration stärken, Zuwanderung senken", sei das Motto, unterstrich auch BZÖ-Gemeinderätin Heike Trammer.
In Wirtschaftsfragen setzt das BZÖ auf den Mittelstand. Klein- und Mittel-Betriebe seien von der Stadtregierung vernachlässigt worden und sollten steuerlich sowie durch Entbürokratisierung entlastet werden, forderte BZÖ-Gemeinderatskandidatin Andrea Kiesling.
Zum Thema Entbürokratisierung forderte Schimanek, die Zahl der Mandatare in den Bezirksvertretungen zu verkleinern. Aus seiner eigenen Erfahrung als Bezirksrat in Floridsdorf wisse er: "Ein Drittel hindert die anderen an der Arbeit."
Bei allen Problemen sei übrigens klar: "Der Michel Häupl (SP-Bürgermeister, Anm.), der weiß das ja alles gar nicht", gab sich Schimanek sicher. Dieser sei wie die Politiker aller anderen Parteien von der Bevölkerung weit abgehoben und von den Problemen abgeschottet.
Das BZÖ sei anders: "Wir sind eine junge Bewegung", betonte Schimanek - der mit 65 Jahren als Spitzenkandidat des BZÖ-Wien ins Rennen geht. Die Wahlkampftaktik sei deshalb eindeutig: "Wir wollen unser Ohr an die Lippen der Bürger legen."
(apa/red)
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