Mittwoch, 28. September 2005

Taifun "Damrey" wütet in Vietnam & China: Mindestens 35 Menschen wurden getötet

  • Mehrere vietnamesische Dörfer nicht erreichbar
  • 22 Menschen aus kleinem Bergdorf weggeschwemmt

Der Taifun "Damrey" und schwere Überschwemmungen haben in Vietnam vermutlich 29 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Behördenstarben durch den schwersten Tropensturm seit fast zehn Jahren im Norden des Landes mindestens sieben Menschen. 22 Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs wurden nach tagelangen heftigen Regenfällen von gewaltigen Fluten mitgerissen. Ihr Schicksal war zunächst unklar. Der kleine Ort war allerdings nicht direkt von dem Taifun betroffen gewesen.

Der Schaden durch den Tropensturm wurde allein in der nördlichen Provinz Thanh Hoa und der Hafenstadt Hai Phong auf umgerechnet rund sechs Millionen Euro beziffert. "Damrey" (Kambodschanisch für Elefant) hatte am Dienstag in Nordvietnam mehrere zehntausend Häuser und Unterkünfte zerstört sowie tausende Bäume und Strommasten umgerissen.

Noch mindesten fünf Dörfer sind von der Außenwelt völlig abgeschnitten, hieß es von den Behörden. Unmittelbar vor der Ankunft des Taifuns waren rund 300.000 Menschen aus gefährdeten Küstengegenden in Sicherheit gebracht worden.

16 Menschen in China getötet
Zuvor hatte der Sturm in Südchina 16 Menschen in den Tod gerissen und ebenfalls große Verwüstungen angerichtet. In der vergangenen Woche starben auf den Philippinen 8 Menschen durch den Taifun.

Helfer versuchten in das von der Außenwelt weitgehend abgeschnittene Bergdorf Cat Thinh zu gelangen, wo die 22 Bewohner weggeschwemmt worden waren. Berichten zufolge sind auf dem Weg dorthin jedoch durch den Regen Brücken eingestürzt und Straßen überschwemmt, sagte ein Sprecher der nördlichen Provinz Yen Bai, die rund 180 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Hanoi liegt. (apa/red)

28.9.2005 12:30