Mittwoch, 28. September 2005

Letzte offizielle Opferbilanz: Hurrikan
"Katrina" forderte insgesamt 1.121 Opfer

  • Schadenssumme von bis zu 40 Mrd. Dollar befürchtet
  • PLUS: Nachfolger Rita riss zehn Personen in den Tod

Einen Monat nach der Katastrophe durch den Hurrikan "Katrina" haben die US-Behörden die vorläufige Zahl der Todesopfer mit 1121 angegeben. Wie die Behörden mitteilten, starben nach bisherigen Erkenntnissen 885 Menschen in Louisiana und 220 in Mississippi. 14 weitere Todesfälle wurden aus Florida gemeldet sowie zwei aus Alabama.

Der Hurrikan hatte die Küsten der am Golf von Mexiko gelegenen US-Südstaaten am 29. August heimgesucht und katastrophale Überschwemmungen und Zerstörungen angerichtet. Noch immer suchen die Rettungskräfte nach Menschen, die möglicherweise von den Fluten eingeschlossen sind.

Die Hurrikane "Rita" und "Katrina" werden den weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück unter dem Strich mit rund 650 Mio. Euro belasten. Den gesamten versicherten Marktschaden durch die beiden verheerenden Wirbelstürme schätzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf bis zu 40 Mrd. Dollar (33 Mrd. Euro). "Die bisherigen Naturereignisse kosten deutlich mehr als für die ersten neun Monate zu erwarten war", erklärte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Dennoch sei er weiter optimistisch, das Ergebnisziel von zwölf Prozent Rendite auf das Eigenkapital zu erreichen.

Für "Katrina" allein musste die Münchener Rück ihre erste Schätzung von Ende August nach oben korrigieren. Der durch Versicherungen gedeckte Gesamtschaden liege bei bis zu 30 Mrd. Dollar. Daraus könne für die Münchener Rück eine Nettobelastung von 500 Mio. Euro entstehen. Allerdings wies das Unternehmen darauf hin, dass viele Deckungsfragen noch offen sein - die Belastung könne sich daher auch auf knapp 650 Mio. Euro erhöhen.

"Rita" wird dagegen weniger kostspielig für die Versicherer: Der versicherte Schaden liege insgesamt bei fünf bis zehn Mrd. Dollar. Für die Münchener Rück ergebe sich daraus eine Belastung von rund 150 Mio. Euro. Als Folge der außergewöhnlichen Kosten durch die Stürme kündigte das Unternehmen Preiserhöhungen an. Dies sei erforderlich, "um Naturgefahrenrisiken auch in Zukunft übernehmen zu können". (apa/red)

28.9.2005 07:43