15. Jahrestag der Deutschen Einheit:
Jubiläum als Zeichen für einen Neuanfang
- "Osten ist kein Jammertal und kein Milliardengrab"
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Zum 15. Tag der Deutschen Einheit haben führende deutsche Politiker einen neuen Aufbruch gefordert. "Der Osten ist kein Jammertal und auch kein Milliardengrab", sagte Bundestagspräsident Thierse beim Festakt in Potsdam. Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck von der SPD forderte ebenfalls einen "neuen Aufbruch" in Deutschland.
In diesem Jahr war das Land Brandenburg Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten, weil es den Vorsitz im Bundesrat innehat. Die Feiern begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Potsdamer Nikolaikirche, an dem unter anderem Bundespräsident Köhler und Bundeskanzler Schröder teilnahmen.
Thierse hob die Leistung der ersten frei gewählten Volkskammer von 1990 hervor, die ohne Vorbild nach der friedlichen Revolution die Wiedervereinigung mitzuorganisieren hatte. "Das ist eine großartige, eine wahrhaft historische Leistung und wir täten gut daran, diese Leistung im öffentlichen Bewusstsein stärker zu verankern." Nach 15 Jahren Aufbauarbeit sei die Mitte des Weges erreicht.
Parallel zu den offiziellen Feierlichkeiten, veranstaltete Brandenburgs Landeshauptstadt ein großes Bürgerfest, zu dem bis zu 400.000 Besucher kamen. Erstmals aus diesem Anlass zogen am Tag der Einheit Musikformationen aus allen 16 Bundesländern in einer großen Parade durch die Stadt. (apa)
