Donnerstag, 29. September 2005

"Kein Ende in Sicht": US-General stellt eine Truppenreduzierung im Irak für '06 in Frage

  • Situation im Krisengebiet instabiler als im Sommer

Der oberste US-General im Irak hat eine für 2006 in Aussicht gestellte Reduzierung der Zahl der Truppen dort in Frage gestellt. General George Casey sagte nach einer Anhörung vor Abgeordneten in Washington, die Situation sei inzwischen etwas instabiler als im Juli und März, als er von einer "ziemlich umfangreichen Reduzierung" gesprochen habe. Bis zum Referendum über die Verfassung und den anschließend geplanten Wahlen im Dezember könne man keine Aussage machen.

Der demokratische Senator Richard Durbin sagte nach dem Treffen, er habe keine Hinweise darauf gehört, dass die USA bald aus dem Irak abziehen könnten. Es gebe auch keine Anzeichen, dass die irakischen Sicherheitskräfte bald die Arbeit der etwa 147.000 US-Soldaten übernehmen könnten. "Und bis das geschieht, ist kein Ende in Sicht", sagte Durbin. Präsident George W. Bush ist wegen der anhaltenden Gewalt im Irak unter zunehmenden innenpolitischen Druck, zumindest ein Teil der Soldaten abzuziehen. (apa)

29.9.2005 08:57