Neuerlicher Selbstmordanschlag im Irak: Sieben Menschen sind tot, 34 verletzt
- Frau sprenge sich inmitten von Rekruten in die Luft
- Anschlag auf Leibwächter al-Sadrs fordert 6 Tote
·Nummer zwei der Al-Kaida im Irak getötet
US-Army: Abu Azzam für 1.200 Tote verantwortlich
Eine Selbstmordattentäterin hat am Mittwoch im Irak mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Rund 30 Personen wurden bei dem Anschlag auf ein Rekrutierungszentrum der irakischen Streitkräfte in Tal Afar verletzt. Die als Mann verkleidete Attentäterin hatte sich unter die Bewerber gemischt, die an einem Kontrollpunkt vor dem Rekrutierungszentrum Schlange standen. Nach dem Anschlag teilte der örtliche Kommandant mit, es habe sich um eine Frau gehandelt.
Von Frauen verübte Selbstmordattentate sind im Irak bisher ausgesprochen selten gewesen. Kurz vor dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein sprengten sich vor einem Kontrollpunkt der US-Streitkräfte in Haditha zwei Irakerinnen in einem Auto in die Luft. Drei US-Soldaten kamen dabei ums Leben.
Tal Afar liegt im Nordwesten des Irak nahe der syrischen Grenze. Anfang September hatte die US-Armee eine groß angelegte Militäraktion in der Region gestartet, die als Rebellenhochburg gilt. Dabei wurden nach Angaben der irakischen Armee mindestens 150 Aufständische getötet und fast 700 festgenommen.
Anschlag auf Leibwächter al-Sadrs im Irak - sechs Tote
Bei einem Anschlag vor dem Haus eines Leibwächters des radikalen Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr im Irak sind am Mittwoch einem Sadr-Anhänger zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden.
Durch den Sprengsatz seien in Najaf zudem acht Menschen verletzt worden, hieß es weiter. Die den Schiiten heilige Stadt Najaf 160 Kilometer südlich von Bagdad gilt als relativ ruhig im Vergleich zum Zentrum des Irak, wo sunnitische Aufständische gewaltsam Widerstand gegen die Schiiten und Kurden dominierte Regierung in Bagdad leisten.
(apa/red)
