Bombenexplosion erschüttert Nordspanien: Detonation in der Nähe eines Umspannwerks
- Anonymer Anrufer der ETA warnte vor Anschlag
Im Nordosten Spaniens ist nach einer Warnung der baskischen Untergrundorganisation ETA eine Bombe explodiert. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der Sprengsatz detonierte Behördenvertretern zufolge nahe einer Umspannstation in der Region um Saragossa.
Auf der Internet-Seite der Zeitung "El Pais" hieß es, zuvor seien die Behörden im Namen der ETA telefonisch gewarnt worden. Allerdings habe es Verwirrung über den genauen Ort des geplanten Anschlags gegeben. Die ETA hatte sich zuletzt am Wochenende zu einem Attentat in einem Industriegebiet in Zentral-Spanien bekannt. Bei der Explosion einer Autobombe war auch niemand zu Schaden gekommen. Dies war der erste Anschlag der ETA seit zwei Monaten.
Die ETA wird von der Europäischen Union und den USA als Terror-Organisation eingestuft. Die Gruppe kämpft seit 1968 für ein unabhängiges Baskenland in Nord-Spanien und Südwest-Frankreich. In dem Kampf sind 850 Menschen getötet worden. Die sozialistische Regierung Spaniens hatte im Mai überraschend Gespräche mit der ETA in Aussicht gestellt, wenn die Organisation auf Gewalt verzichtet. Seither hat es nur vereinzelt Anschläge gegeben, aber keine offizielle Gewaltverzichts-Erklärung. Die Gruppe erklärte am Dienstag, in der derzeitigen politischen Situation gebe es Chancen und Risiken. (apa/red)
