Nach Steiermark-Wahl: Dritte große Wahlniederlage der Kanzlerpartei ÖVP
- In Steiermark und Salzburg 2004 1. Platz verloren
- In Kärnten 2004 schlechtestes Ergebnis aller Zeiten
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mit totaler Schlappe
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Der Verlust der Mehrheit bei der Landtagswahl in der Steiermark heute, Sonntag, ist die dritte große Wahlschlappe auf Landesebene, seit die ÖVP den Bundeskanzler stellt. Vor rund 19 Monaten, im März 2004, büßte die ÖVP im ebenfalls traditionell schwarzen Salzburg die Mehrheit ein und musste den Landeshauptmann-Sessel der SPÖ überlassen. Einen herben Verlust musste die Volkspartei am selben Tag auch in Kärnten einstecken.
In Kärnten war und blieb die ÖVP zwar drittstärkste Partei hinter FPÖ und SPÖ - aber das Resultat bedeutete einen historischen Tiefpunkt. Die ÖVP büßte 9,10 Prozentpunkte ein und stürzte auf 11,64 Prozent ab - das schlechteste Ergebnis, das jemals eine der beiden Großparteien SPÖ oder ÖVP bei einer der bis dahin 118 Landtagswahlen und den Nationalratswahlen der Zweiten Republik einstecken musste.
Das steirische Ergebnis wird zwar deutlich höher ausfallen (laut Hochrechnung rund 39 Prozent) - aber die mit nur einer kurzen Unterbrechung seit 1945 gehaltene Position der stimmenstärksten Partei ist weg. Parteiintern fallen die steirischen Schwarzen damit bei den Landtags-Ergebnissen voraussichtlich von Platz 4 auf Platz 5 - hinter Oberösterreich - zurück. Auf Platz 6 liegt Salzburg mit 37,92 Prozent im Jahr 2004.
Dort hatte die ÖVP im März des Vorjahres noch vergleichsweise gut abgeschnitten: Sie verlor nur 0,83 Prozentpunkte gegenüber der Wahl 1999. Aber die SPÖ legte dort 13,06 Prozentpunkte zu und überholte damit die ÖVP ganz klar. Sie liegt jetzt 7,48 Prozentpunkte vor der früheren LH-Partei. (apa/red)
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