Grüne punkteten nur in Gemeinden mit Umwelt-Konflikten - Verluste in Spielberg
- Gipsabbau und 380-kV-Leitung sorgen für Zugewinne
Während die Grünen bei der steirischen Wahl eher mäßig abschnitten, konnten sie in einigen Gemeinden, wo brennende Umweltthemen anstehen, punkten. Das trifft sowohl für die Gesäuse-Gemeinde Weng bei Admont zu, wo ein Gipsabbau geplant ist, als auch bei den Gemeinden entlang der geplanten 380-kV-Stromleitung durch die Südoststeiermark.
In Weng bei Admont legten die Grünen um 11,82 Prozentpunkte auf 14,11 Prozent zu, in Hall, der Standortgemeinde für den geplanten Bergbau, gab es ein Plus von 3,20 Prozentpunkten auf 10,84 Prozent. In beiden Gemeinden verschoben sich die Mehrheitsverhältnisse bei den beiden Großen von der ÖVP zur SPÖ.
Herbe Verluste gab es indessen in Spielberg, wo die Grünen - vermutlich im Zusammenhang mit ihrer kritischen Haltung zum Motorsport- und Aviationprojekt - auf 2,9 Prozent halbiert wurden.
Lechner-Sonnek konnte in Gleisdorf zulegen
Die Spitzenkandidatin der Grünen, Ingrid Lechner-Sonnek, konnte in ihrer Heimatgemeinde Gleisdorf (Bezirk Weiz) leichte Gewinne verbuchen. Plus 1,80 Prozentpunkte auf 12,27 Prozent bedeutete die Festigung des dritten Platzes in der oststeirischen Solar-Stadt.
Sonst präsentierte sich das fast übliche Bild: Starke Verluste für die ÖVP, Zugewinne in fast gleichem Ausmaß für die SPÖ, die ÖVP blieb noch knapp vorne. Auch der KPÖ gelang in Gleisdorf ein Achtungserfolg: Ernest Kaltenegger kam auf 6,02 Prozent nach 0,61 Prozent vor fünf Jahren. (apa)
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