Freitag, 30. September 2005

Countdown zur Wahl: Gerhard Hirschmanns abschließende Attacken auf die Konkurrenz

  • Listenführer: "ÖVP, SPÖ und KPÖ bedeuten Stillstand"

Der Spitzenkandidat der Liste Hirschmann (LH), Gerhard Hirschmann, beschwor bei seiner "letzten Pressekonferenz vor der Wahl" die Notwendigkeit für frischen Wind in der steirischen politischen Landschaft: "Sitzen VP, SPÖ und KPÖ in der Regierung, dann bedeutet das nicht kommunistische Horden im Land, aber fünf Jahre Stillstand". Seine Liste werde "grandios" in den Landtag einziehen, zeigte sich der Ex-VP-Landesrat überzeugt. Hirschmann bedauerte, dass ein "Wahlkampf mit Inhalten offenbar nicht gewünscht" und mit dem Schmutzkübel vor allem von der ÖVP zugedeckt worden sei.

Der Listenführer konstatierte, dass die VP keine Chance mehr habe, das Land und den Landeshauptmann zu halten. Deshalb sei auch nicht mit Inhalten im Wahlkampf gearbeitet worden, was er bedauere. In den TV-Duellen seien innere Befindlichkeiten von Politikern abgehandelt worden, "statt der großen Themen Landesbudget, Sozialpolitik, Krankenhäuser und Energiepolitik. Wenn das die Zukunft der politischen Debatte ist, dann gute Nacht." Ihm gehe es darum, "Infrastrukturruinen wieder aufzubauen, die Gesetzesflut einzudämmen und die überbordende Bürokratie einzuschränken. Es geht um den Rückbau von Strukturen, die die Wirtschaft behindern".

Einer der LH-Kandidaten, der frühere Unternehmer Peterheinz Gebell, meinte, die Liste habe eine Gebrauchsanweisung für die Zukunft, ein politisches Konzept. "Wir haben am Sonntag schon eine Schicksalswahl, aber nicht über die Landeshauptmann-Frage, sondern um die Zukunft der Politik und des Stils. Hirschmann erklärte, das höchste Sozialbudget sei ein Beweis dafür, dass man ein verarmendes Land sei. Das könne man nur mit Wirtschaftsmaßnahmen beseitigen, nicht Almosen (in Anspielung auf den politischen Stil von KPÖ-Stadtrat Ernest Kaltenegger, Anm.). Für die Steiermark gehe es um die Entscheidung, sich künftig mit Oberösterreich und Niederösterreich in einer Klasse zu matchen und nicht mit Kärnten oder dem Burgenland. (apa)

30.9.2005 14:05