Mittwoch, 28. September 2005

Wahl in der Steiermark-Wahl: Klasnic-VP tankte Kraft für Endspurt in der Grazer City!

  • Landeshauptfrau: 'Liebeserklärung mit Nachhaltigkeit'
  • OÖ-LH Pühringer: "Mischung aus Charme und Härte"

In Form einer "Liebeserklärung mit Nachhaltigkeit" hat Landeshauptfrau Waltraud Klasnic am Mittwochabend ihren Führungsanspruch bekräftigt. Sie wolle auch in den nächsten fünf Jahren gemeinsam mit ihrem Team als Landeshauptfrau in der Steiermark Verantwortung tragen, sagte Klasnic bei der Wahlkampf-Hauptveranstaltung der ÖVP in der Grazer Innenstadt vor mehreren tausend, zum Teil mit Transparenten ausgestattete Anhängern. Aufmunternde Worte spendete ihr oberösterreichischer Amtskollege Josef Pühringer: "In einem guten Finale liegt der Sieg."

"Wir wollen unsere Arbeit fortsetzen, wir können es, wir haben es bewiesen", rief Klasnic ihrem Publikum zu. Sie habe bewiesen, dass sie im Stande sei, "das Schiff gut zu lenken, und ich möchte es weiter lenken". "Für Experimente ist die Steiermark zu schade", warnte sie neuerlich vor einer rot-roten Führung des Landes.

Zum Wahlkampf-Stil der vergangenen Wochen stellte Klasnic klar: "Ich habe ein gutes Gewissen, ich habe mir nichts vorzuwerfen." Die soziale Verantwortung gebiete es auch, die Sprache so zu verwenden, dass sie nicht verletze. Sie habe sich vorgenommen: "Niemand soll sich für mich schämen müssen" - und daran halte sie sich auch. Und zu den gegen sie gerichteten Vorwürfen ergänzte Klasnic: "Mir bricht niemand das Kreuz."

Trotz des harten Wahlkampfes kündigte die Landeshauptfrau jetzt schon an, den politischen Gegnern am 3. Oktober die Hand zu reichen. "Mein Auftrag heißt Miteinander." Deshalb lade sie die anderen weiter zur Mitarbeit ein. "Ich kann jedem in die Augen schauen", es sei für sie eine Selbstverständlichkeit, jedem Menschen die Hand zu reichen.

Pühringer: "Sie ist durch ein Stahlbad gegangen"
Pühringer lobte Klasnic als verlässliche Kollegin, als Landeschefin mit menschlicher Größe: "Sie ist fair geblieben, als sie aufrechten Ganges in den letzten Wochen durch ein Stahlbad gegangen ist." Der oberösterreichische Landeschef würdigte Klasnic als "1.000-prozentige Mitstreiterin in Wien und Brüssel", wenn es um die Interessen der Bundesländer gehe, ihre Stimme habe österreichweit Gewicht, ihr Rezept sei "die Mischung aus weiblichem Charme und steirischer Härte". Pühringer betonte die wirtschaftliche Aufholjagd der Steiermark, zog Parallelen zu "seinem" Bundesland, das ehemals auch als Krisenregion gegolten habe.

Die Gegner, die sich nur auf das "Schlechtmachen" verstünden, agierten populistisch, polemisch, primitiv: "Ein gutes Land kann nicht kleingeredet werden". Zum Schluss nochmals eine Laudatio auf die Spitzenkandidatin: Er schätze Klasnic als kompetente, kluge und menschliche Person - dann erinnerte er an ihr Agieren beim Grubenunglück von Lassing 1998: "Waltraud Klasnic ist einfach da, auch in schwierigen Stunden."

Als "Anheizer" fungierte der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, dessen Aufgabe es war, den "großen Schweiger in der Stadtregierung", den "Kommunisten im Engelskostüm", Ernest Kaltenegger, bloß zu stellen. Der Stadtrat melde sich, Anfragen an ihn ausgenommen, nie zu Wort. Das Parteiprogramm der KPÖ sei "unglaublich", "Vergesellschaftung von Grund und Boden", "Ersatz der Demokratie durch sozialistische Globalisierung", etc. Aber auch SPÖ-Herausforderer Franz Voves habe "nichts vorzuweisen", seinen Politik-Stil habe er, der ehemalige Eishockey-Spieler, von dort mitgebracht. "Die Wähler sollten ihn auf die Strafbank schicken", so Nagl, der auch die Vermutung äußerte, Voves wolle mit seiner "Steiermark Holding" eine "heimliche Verstaatlichung".

Dem gegenüber stehe das Konzept der ÖVP für eine Bürgergesellschaft und Zivilcourage. Deshalb sei es "so wichtig für die Steiermark, dass uns diese wunderbare Frau und ihr Team erhalten bleibt".

(apa)

28.9.2005 20:42