"Zusammenarbeit nicht möglich": Walch
tritt als FP-Bezirksobmann in OÖ zurück
- Entscheidung über Wechsel zum BZÖ nach Parteitag
- Auch Hoffmann will die Situation weiter beobachten
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Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Max Walch hat in der Nacht auf Samstag seine Funktion als FPOÖ-Bezirksparteiobmann des Bezirks Freistadt in Oberösterreich zurückgelegt. "Eine konstruktive Zusammenarbeit mit einigen Funktionären im Bezirk war nicht mehr möglich", sagte Walch am Samstag im Gespräch mit der APA. Ob er Mitglied der FPÖ Oberösterreich bleibt oder zum BZÖ wechselt, will Walch erst nach dem Landesparteitag am 14. Jänner 2006 entscheiden.
Mit Walch haben alle Bezirksobmann-Stellvertreter ihre Funktion zurückgelegt. Neuer Bezirksobmann ist Gemeinderat Alois Affenzeller aus Rainbach bei Freistadt. Walch: "Meine Entscheidung ist schon vor zwei Monaten gefallen. Ich und die Obmänner der stärksten Ortsgruppen im Bezirk Freistadt wollen mit den streitsüchtigen Funktionären nichts mehr zu tun haben."
Die Bekanntgabe seiner Entscheidung erfolgte bei der für ihn seit 1998 kürzesten Sitzung. Walch betonte, sein Rücktritt habe nichts mit der Landes- und der Bundespolitik zu tun.
Was die Themen FPÖ, BZÖ und FPOÖ anbelangt, wolle er die Entwicklung in Oberösterreich abwarten. Eine Entscheidung könne er erst beim Landesparteitag in Ried im Innkreis fällen. "Dann wird sich herausstellen, ob das noch die FPÖ ist, der ich vor 37 Jahren beigetreten bin. Mit Strache kann ich jedenfalls nicht, der hat mich ja aus der Partei ausgeschlossen. Ich stehe aber voll und ganz hinter der Regierungsmannschaft", sagt Walch.
Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Maximilian Hoffmann will ebenfalls den Landesparteitag am 14. Jänner abwarten und die Situation weiter beobachten. Derzeit sehe er keine Veranlassung an seiner Position etwas zu verändern. "Ich bin Freiheitlicher", sagt Hoffmann auf APA Anfrage. Heinz-Christian Strache sei der gewählte Bundesparteiobmann der Freiheitlichen. Die Oberösterreicher seien auf dem Verhandlungsweg. Hoffmann: "Die Basis für eine Zusammenarbeit ist durchaus gelegt." (apa/red)
