Tempo 160 auf Autobahnen: Wäre für Gorbach Legalisierung von gängiger Praxis!
- Verkehrsminister erwartet Einlenken der Länder
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Infrastrukturminister Hubert Gorbach (B) hat am Freitag nochmals seinen Vorstoß zu Tempo 160 verteidigt: "Es geht um die Legalisierung einer bereits gängigen Praxis", ortet er im Gespräch mit der APA "Scheinheiligkeit in der Debatte". Gleichzeitig machte der Vizekanzler klar, dass er bei den geplanten Teststrecken nicht mit dauerhaftem Widerstand der Länder rechnet.
Bisher hatten sich die Länder mit Ausnahme der Steiermark skeptisch zum Gorbach-Vorstoß gezeigt. Dies ficht den Minister nur wenig an. Gorbach will zwar nicht über die Köpfe der Länder hinwegentscheiden, erwartet sich aber ein Einlenken. Denn schon jetzt hätten erste Befragungen einen Zuspruch von 85 Prozent zu seinem Vorschlag ergeben: "Dann schaue ich mir die Landespolitiker an, die noch immer dagegen sind und nicht einmal den Versuch zulassen."
Den Vorwurf, die Verkehrssicherheit zu gefährden, weist der Vizekanzler vehement zurück. Solche Unterstellungen seien "ungeheuerlich". Ohnehin sei das erhöhte Tempo nur da erlaubt, wo gute Sicht herrsche, wo wenig Frequenz sei und wo die Autobahnen gut ausgebaut seien. Hinzu kämen dann noch bessere Kontrollen. Das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren, bleibe selbstverständlich aufrecht.
Die Wahl der Teststrecken will Gorbach übrigens bis Ende November abgeschlossen haben. Die Umsetzung soll im kommenden Frühjahr erfolgen. (apa/red)
