Illegale Einreise: Segeltörn endete für Oberösterreicher in türkischem Gefängnis
- Vier Männer zwei Tage lang in der Türkei eingesperrt
- Jetzt warten die Ex-Gefangenen auf ihre Geldstrafe
Ein Segeltörn endete für vier Oberösterreicher in einem türkischen Gefängnis. Die Männer wurden vergangenes Wochenende verhaftet. Die Behörden werfen ihnen illegale Einreise vor, weswegen sie für zwei Tage hinter Gittern ausharren mussten.
Die Männer hatten eine Segelyacht von Athen in den türkischen Hafenort Bodrum überstellt. Bei der Ankunft verweigerte ihnen der Hafenmeister - mit der Begründung er hätte keine Zeit - den Einreisestempel. Da die Segler am darauf folgenden Tag den Inlandsflug nach Istanbul erreichen wollten, verließen sie Bodrum ohne Einreisestempel in Richtung Istanbul. Sie dachten, dass sie den Stempel dort bekommen, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten".
Doch beim Zoll in Istanbul wurden die Oberösterreicher verhaftet. Sie mussten ein Dokument unterschreiben, dass sie nicht lesen konnten, da es in Türkisch verfasst war. Es folgten Verhöre, danach durften die Segler ihre Angehörigen und den Konsul anrufen und wurden anschließend in ein Gefängnis überstellt.
In der Nacht wurden die Männer immer wieder zu Einvernahmen abgeholt, mittlerweile war eine Dolmetscherin dabei. Für Essen und Trinken mussten die Verhafteten selber zahlen. Erst am Sonntag durften sie ausreisen. Jetzt warten die Oberösterreicher darauf, ob sie für die "illegale Einreise" noch eine Geldstrafe zahlen müssen. (apa/red)
