Mittwoch, 28. September 2005

28 Monate Haft für Kärntner Sextäter: Soll 13-jährige Stieftochter missbraucht haben

  • Mann bestreitet die angelastete Tat noch vehement
  • Prozess gegen 24-Jährigen geht in die nächste Runde

Wegen sexuellen Missbrauchs seiner 13 Jahre alten Stieftochter ist ein 24 Jahre alter Kärntner am Landesgericht Klagenfurt von einem Schöffensenat zu 28 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Der Verurteilte bestreitet die Vorwürfe vehement, sein Anwalt legte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung gegen das Urteil ein.

Der Unterkärntner lebte mit der 32-jährigen Mutter des Mädchens zusammen. Nach Aussage der Tochter soll es insgesamt mindestens zehn Mal zum Geschlechtsverkehr gekommen sein. Beim ersten Mal sei die Mutter im Krankenhaus gewesen, so die 13-Jährige in einer Video-Aussage, also sei sie mit dem Freund der Mutter ins Schlafzimmer gegangen. Das Sorgerecht für das Mädchen liegt übrigens beim Jugendamt.

Während des Urlaubs, so die Minderjährige weiter, sei sie mit dem Mann gemeinsam nach Ungarn gefahren, um dort eine Woche zu verbringen. Für Staatsanwalt Franz Simmerstatter war dies das Delikt der Kindesentziehung. Der Angeklagte wurde deswegen und wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu 28 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Er beteuerte gegenüber Richterin Barbara Kales hingegen bis zum Schluss, dass er nie eine Beziehung mit dem Mädchen gehabt hätte. Der Prozess geht in die nächste Instanz. (apa)

28.9.2005 10:32