Dienstag, 27. September 2005

Erfolgreiche Premiere: Erste "Lange Nacht der Forschung" mit tausenden Schaulustigen

  • 47.000 Besucher in Wien, Linz und Innsbruck gezählt

Erfolgreich wurde das Konzept der "Langen Nächte" in den Bereichen Museen und Musik nun auf Wissenschaft und Forschung übertragen. Tausende Menschen in Wien, Linz und Innsbruck nutzen die Möglichkeit, einen Blick hinter sonst verschlossene Türen von Forschungseinrichtungen und Labors zu machen. Nach Angaben der Veranstalter, die von einem "überwältigendem Erfolg" sprachen, wurden an den 150 Stationen 47.000 Besuche gezählt, Angaben über die Zahl der verkauften Karten bzw. Besucher können noch nicht gemacht werden.

Von zentralen Treffpunkten in den drei teilnehmenden Städten konnten die Besucher insgesamt 13 Busrouten, sogenannte "X.peditionen" zu den unterschiedlichsten Stationen unternehmen. In Wien wurden bei 84 "Stationen der Forschung" in 40 wissenschaftlichen Einrichtungen rund 30.000 Besuche gezählt. Bei den Ticketschaltern und den Busstationen bildeten sich Warteschlangen, rund um Mikroskope, die Fruchtfliegen beim Flirten zeigten, oder Wiener Kriminaltechniker ("CSI Vienna"), die Freiwilligen die Fingerabdrücke abnahmen, scharten sich große Menschentrauben. Bereits einen Tag vor der "Langen Nacht" waren Einrichtungen mit beschränkter Besucherkapazität, wie das ZOOM Kindermuseum oder der Klimawindkanal im Rail Tec Arsenal, ausgebucht. Besonderen Andrang gab es auch bei der OMV und am Flughafen Wien.

Die 24 Stationen der 14 Linzer wissenschaftlichen Einrichtungen wurden mehr als 6.000 Mal besucht. Spitzenreiter waren nach Angaben der Veranstalter die Johannes Kepler Universität, das Ars Electronica Center und das "Techcenter Linz", wo man beispielsweise einem Roboter die Hand reichen, flüssiges Holz bewundern und mit Laserstrahlen durch Wände schauen konnte. Über 11.000 Besuche zählten 38 Orte der Forschung in Innsbruck, die von 24 Einrichtungen gezeigt wurden. Publikumsmagnete waren die Leopold Franzens Universität, die Medizinische Universität und der ICT Technologiepark.

Die "Lange Nacht der Forschung" wurde von der Agentur "Science Communications" im Auftrag von Bildungs-, Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium sowie dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung veranstaltet. Nach der heurigen Pilotphase in drei Städten ist geplant - aber noch nicht fixiert, die Veranstaltung künftig bundesweit durchzuführen. "Das ist nur der Auftakt, es werden noch viele 'Langen Nächte' folgen", sagte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) bei der Eröffnung der Veranstaltung. Denn es sei wichtig, dass die enorme Geistesarbeit, die in Österreich geleistet werde, erfühlbar und sichtbar gemacht werde.

Die "Lange Nacht der Forschung" bildete den Auftakt für die vom Forschungsrat initiierte Imagekampagne "innovatives-oesterreich.at" mit rund 50 verschiedenen Veranstaltungen in den nächsten Monaten, deren zentrales Element, die Homepage http://www.innovatives-oesterreich.at mit 1. Oktober frei geschalten wurde. In den vergangenen Jahren hatte das Vermittlungsprojekt "Science Week" versucht, Wissenschaft auf leicht verständliche Weise und unterhaltsam einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach einer negativen Evaluierung hat die öffentliche Hand dafür aber keine Subventionen mehr zur Verfügung gestellt. (apa/red)

27.9.2005 11:07