Aus privaten Gründen: Volksoperndirekter Rudolf Berger zieht sich schon 2007 zurück
Rudolf Berger wird seinen bis August 2008 laufenden Vertrag als Direktor der Volksoper Wien bereits im Sommer 2007 beenden. Darüber informierte er in einer Personalversammlung die Mitarbeiter des Hauses. Als Begründung für diesen Schritt gab Rudolf Berger "persönliche" Gründe an.
Es gebe "offenbar nicht mehr genügend Vertrauen zwischen Politik und der Institution Volksoper", so Berger laut Aussendung der Volksoper, "Klar geworden ist mir das nicht zuletzt im Umfeld der Diskussionen um das Budget." Er fühle sich zwar in der Volksoper sehr wohl, wolle aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen seine Funktion nicht über den vollen Zeitraum bis 2008 ausüben.
Berger hofft, dass sein Schritt und die dadurch notwendig gewordene Nachbesetzung konstruktive Gespräche über die Situation der Volksoper bewirken und bedankte sich bei allen Mitarbeitern des Hauses: "Ihre wunderbare Motivation, ihr Einsatz und die Freude, die mir die Arbeit im Haus macht, haben mir meine Entscheidung äußerst schwer fallen lassen. Ich werde mich bis zu meinem letzten Tag als Direktor bemühen, alles zu tun, um ein qualitätsvolles, interessantes, künstlerisches Programm für unser Publikum zu bieten."
Ausdrücklich bedankte sich Berger auch bei Bundestheaterholding-Chef Georg Springer und Staatsopern-Direktor Ioan Holender für die vorübergehende Lösung der Budgetsituation für die beiden kommenden Saisonen. Das Verhältnis zur Bundestheater-Holding und den anderen Tochtergesellschaften sei "gut und friktionsfrei".
Der scheidende Volksopern-Direktor möchte sich nach seinem Weggang vor allem "internationalen künstlerischen Projekten und Beratungen widmen, die mir schon seit langem ein Anliegen sind." (9apa/red)
