Spritpreis lässt jeden Dritten kalt: Teure Autofahrten für Österreicher kein Problem
- Für ein Drittel ändert ein 2 Euro-Spritpreis nichts
- Nur 18 Prozent steigen auf Öffis um, 15 % aufs Rad
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Die Rekordpreise für Benzin und Diesel regen die Österreicher weniger auf als gedacht. In einer OGM-Umfrage von Montag haben knapp 30 Prozent angegeben, dass sich selbst bei einem Spritpreis von zwei Euro je Liter für sie nichts ändern würde. Weitere 25 Prozent sehen ebenfalls keinen akuten Handlungsbedarf und wollen lediglich beim nächsten Autokauf mehr auf den Spritverbrauch achten.
Nur 18 Prozent gaben an, dass sie auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen würden und weitere 15 Prozent wollen kürzere Strecken jetzt zunehmend mit dem Fahrrad bewältigen oder zu Fuß gehen, so das Ergebnis der Umfrage unter 500 Österreichern im Auftrag des Verkehrsclub Österreich (VCÖ).
Mehr Bereitschaft, das Auto stehen zu lassen, gibt es nach der Umfrage bei den Jüngeren und bei den älteren Menschen. Bei den 18- bis 30-Jährigen verlangen 36 Prozent von der Politik in Reaktion auf die hohen Spritpreise zu allererst, dass der Öffentliche Verkehr ausgebaut wird. Und auch bei den über 50-Jährigen führt der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs mit 31 Prozent Nennungen die Liste der Forderungen an die Politik an.
Die 30- bis 50-Jährigen dagegen wünschen sich von der Politik vor allem (44 Prozent) eine weitere Erhöhung des Kilometergeldes oder der Pendlerpauschale. Dafür drängen sie auch zu 35 Prozent und damit mehr als die beiden anderen Altersgruppen auf Investitionen in die Erforschung alternativer Treibstoffe.
Senkung der Tempolimits stößt auf keine Gegenliebe
Keine nennenswerte Unterstützung finden in Österreich dagegen Überlegungen zur Senkung der Tempolimits, um den Spritverbrauch zu reduzieren. Von den Jungen ist nur ein Prozent für diese Maßnahme, bei den Älteren sind es sechs Prozent.
VCÖ-Experte Wolfgang Rauh forderte angesichts der Umfrageergebnisse, dass die Regierung ihren Anteil an der Nahverkehrsförderung wieder von 33 auf 50 Prozent erhöhen solle.
(apa/red)
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