Israelisches Paar in Indien verurteilt: 18 Euro Strafe wegen öffentlichem Küssen
- Israelis hatten sich zuvor beim Reisen kennen gelernt
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Andere Länder, andere Sitten: Diese alte Weisheit bekam ein israelisches Paar in Indien auf eine besonders kuriose Weise zu spüren. Die zwei frisch Getrauten sind zu einer Geldstrafe von 1.000 Rupien (18 Euro) verurteilt worden, weil sie sich im Bundesstaat Rajasthan in der Öffentlichkeit geküsst haben.
Opez Alone und Selev Kermit hätten "eine Unanständigkeit" begangen und die Gefühle von Hindus verletzt, indem sie sich während ihrer Trauung in Pushkar küssten, urteilte das dortige Gericht nach Angaben der Nachrichtenagentur Press Trust of India vom Mittwoch.
Beim Reisen kennen gelernt
Die beiden Israelis hatten sich bei ihren Reisen durch Indien kennen gelernt und beschlossen, sich Anfang September in einer Hindu-Zeremonie trauen zu lassen. Noch bevor die Priester bei der Hochzeit zu Ende gesungen hätten, habe das Paar sich umarmt und geküsst, hieß es. Dies erboste einige Priester so sehr, dass sie Anzeige erstatteten.
Wollten niemanden verletzen
Bei einer Anhörung vor Gericht am Montag entschuldigten sich die beiden frisch Getrauten und versicherten, dass sie niemanden verletzen wollten. Sie hätten sich geküsst, weil dies ihrer eigenen Kultur entspreche und weil sie nicht gewusst hätten, dass dies in Indien verboten sei. (apa/red)
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