Dienstag, 20. September 2005

ÖAMTC-Test von elf Low-Cost-Carriern:
Nicht jeder Billigflug ist ein Schnäppchen

  • Einige Anbieter können mit der Konkurrenz mithalten
  • Fünf Billigflieger wurden mit Bestnoten ausgezeichnet

Billigflieger können durchaus mit der etablierten Konkurrenz mithalten. Doch nicht alles, was nach einem Schnäppchen ausschaut, ist auch ein solches, so das Ergebnis eines ÖAMTC-Tests von elf Low-Cost-Carriern.

So sei es manchmal schwierig, die Vertragsdetails in den Online-Angeboten zu finden, die Haftungsgrenzen fürs Gepäck seien recht unterschiedlich und manche Kurzstrecken können sich als stundenlange Anreise herausstellen. Richtig billig sei der Flug nur dann, wenn kurz nach Bekanntgabe der neuen Reiseflugpläne gebucht werde.

Nicht alle erhalten Bestnoten
Bestnoten im Bereich "Geschäftsbedingungen" erhielten Sky Europe, Hapag-Loyd Express, Air Berlin, Niki und die reduzierten Tickets der AUA (redticket). Hingegen gab es bei Ryanair "grobe Mängel" bei den Haftungsfragen und bei Easyjet zu geringe Haftungsgrenzen, so der ÖAMTC. Easyjet wurde auch wegen der Transportbestimmungen kritisiert. So dürfen zwar keine Zündhölzer und Wegwerf-Feuerzeuge mitgenommen werden, Schusswaffen, die für Sportveranstaltungen bestimmt sind, dürfen laut Autofahrerclub aber in den Flieger.

Bratislava - London in 6,5 Stunden
Wer rasch an seinem Ziel sein möchte, sollte sich die Lage der Flughäfen und die An- und Abfahrtszeiten genau ansehen. Ein Flug mit Easyjet ab Bratislava nach London dauert mit Anreise ab Wien "gute 6,5 Stunden", warnte der ÖAMTC. Das selbe gelte auch für die Sky Europe-Verbindung ab Bratislava nach Paris. Dabei betrage die Flugzeit jeweils nur knappe zwei Stunden.

Brötchen für fünf Euro
Die in der Werbung angepriesenen Billigpreise seien meist nur dann zu erreichen, wenn der Reisende sofort nach Bekanntgabe der neuen Flugpläne bucht, auf versteckte Tarifinfos bei der Onlinebuchung und auf Kreditkarten-Gebühren achtet, so der Club. Hungrigen Flugkunden empfiehlt der ÖAMTC die Mitnahme eines Brötchens, selbiges koste nämlich in den Billigfliegern bis zu fünf Euro. Weitere Zusatzkosten verursachen die relativ niedrigen Gepäcksgewichts-Obergrenzen und nachträgliche Änderungen bei der Flugroute.

Der komplette Testbericht kann
hier nachgelesen werden. (apa)

20.9.2005 11:14