"Verkettung von Fehlern": Rechenzentren für E-Card in ganz Österreich lahm gelegt!
- Hauptverband: Probleme bereits wieder behoben
- Insgesamt waren 591 Ärzte von Problem betroffen
Das E-Card-System ist am Samstag-Vormittag in ganz Österreich für einige Stunden ausgefallen. Das hat der im Hauptverband der Sozialversicherungsträger zuständige Manager Volker Schörghofer auf Anfrage der APA bestätigt. Beide Rechenzentren für die E-Card sind demnach ausgefallen.
Bei einem Standort ist es zu einem Stromausfall gekommen, beim zweiten Rechenzentrum - das eigentlich bei einem Ausfall einspringen sollte - gab es ein Datenbankproblem. Wegen dieses Doppel-Ausfalls konnten die Ärzte zwischen 8.00 und 10.00 Uhr nicht mit dem E-Card- System arbeiten. Seit 10.00 Uhr sei zumindest wieder ein Offline-Betrieb möglich, so Schörghofer. Die Daten würden demnach bei den Ärzten vor Ort offline gespeichert und würden dann später übertragen, wenn das System wieder vollständig funktioniert.
591 Ärzte vom Ausfall betroffen
Die Störung konnte am frühen Nachmittag wieder behoben werden, teilte der im Hauptverband der Sozialversicherungsträger für die E-Card zuständige Manager Volker Schörghofer am Samstag der APA mit. Ab 11.55 Uhr sei man aber bereits wieder online gewesen, um 13.30 Uhr hätte der letzte Arzt den Normalbetrieb wieder aufgenommen, so Schörghofer.
Insgesamt waren 591 Ärzte von dem Systemausfall betroffen. Schörghofer sprach von einem "unangenehmen Ausfall, der aber keine Katastrophe" sei. Bei allen Transaktionen, die nicht erfolgreich gespeichert werden konnten, gebe es für die Ärzte eine Abrechnungsgarantie.
"Verkettung von Fehlern" als Grund für Ausfall
Als Grund für den Systemausfall nannte Schörghofer eine "Verkettung von Fehlern". Bei einem Rechenzentrum sei gestern Abend eine reguläre Stromwartung vorgenommen worden, die einmal im Jahr verpflichtend sei. Der zweite Standort habe daraufhin die Last die ersten Rechenzentrums mitübernommen. Heute früh habe es dann aber beim zweiten Standort einen Defekt bei der Datenbank gegeben, wodurch für die Ärzte kein Betrieb des E-Card-Systems mehr möglich gewesen sei. Für den Hauptverband bedeute der Ausfall: "Lernen, analysieren und nochmal schauen, ob wir noch etwas verbessern können", sagte Schörghofer.
Für die Ärzte entstünden - abgesehen von der Störung am Vormittag - jedenfalls keine Nachteile, versuchte Schörghofer zu beruhigen. Sie hätte eine Abrechnungsgarantie. Man werde nun alles unternehmen, um mögliche Schwachstellen zu beheben. (apa)
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