Ab Anfang Oktober: Österreich gibt zwei Prozent seiner strategischen Ölreserven frei
- Die Lager sind über das ganze Bundesgebiet verteilt
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Österreich gibt per Anfang Oktober rund 2 Prozent oder seiner Erdöl-Pflichtreserven frei. Eine entsprechende Verordnung des Wirtschaftsministers ist nächste WocheTagesordnungspunkt im Hauptausschuss des Nationalrates. Damit wird dann der Weg frei für die per 1. Oktober geplante Freigabe, mit der Österreich einer Vorgabe der Internationalen Energieagentur (IEA) folgt.
Mit der Bevorratung der österreichischen Pflichtreserven beauftragt ist die 1976 gegründete Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H (ELG). Haupteigentümer der ELG mit Sitz im steirischen Lannach ist die OMV mit 55,6 Prozent. Weitere Anteile halten BP Austria (23,07 Prozent), Shell Austria (16,73) und Agip Austria (4,6 Prozent).
Die Pflichtreserven von rund 3,2 Mio. Tonnen Erdöleinheiten sind über ganz Österreich verteilt. Rund 14 Prozent werden laut ELG in Lannach gelagert. Freigegeben werden nun 63.000 Tonnen, verteilt über 30 Tage. Die freigegebenen Mengen werden in der Raffinerie Schwechat verarbeitet, die OMV muss diese somit nicht am freien Markt kaufen und entlaste somit die Ölmärkte, heißt es aus der ELG.
Die 25 IEA-Staaten, zu denen auch Österreich gehört, hatten zur Deckung der durch den Hurrikan "Katrina" entstandenen Versorgungslücken bei Öl und Treibstoff Anfang September entschieden, aus den strategischen Reserven zusätzlich rund 2 Mio. Fass Öl pro Tag auf den Markt zu bringen. In Summe werden aus den IEA-Reserven 60 Mio. Fass Öl auf den Markt gepumpt. Aus Österreich kommen rund 429.000 Fass. Laut dem "Internationalen Energieprogramm" ist jede IEA-Mitgliedsland verpflichtet, industrielle oder staatlich kontrollierte Reserven für rund 90 Tage bereit zu halten. Für die 25 Mitgliedsländer entspricht das einem Gesamtvorrat von mehr als 4 Mrd. Fass an Erdöl und Erdölprodukten. (apa/red)
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