Freitag, 23. September 2005

Bill Gates bleibt der reichte Mann der USA: Vermögen auf 51 Milliarden Dollar geschätzt

  • "Forbes": 2. Platz wie im Vorjahr an Warren Buffett
  • Google-Gründer machen großen Sprung nach vorne

Microsoft-Chef Bill Gates (49) bleibt der reichste Mann der Vereinigten Staaten. Mit einem geschätzten Vermögen von 51 Mrd. Dollar (42 Mrd. Euro) führt er das elfte Jahr in Folge die "Forbes"-Liste der 400 einheimischen Superreichen an, wie das gleichnamige US-Magazin in der Nacht auf Freitag bekannt gab.

Einen großen Sprung nach oben machten demnach die Begründer der Internet-Suchmaschine Google: Die beiden Unternehmer Larry Page und Sergey Brin verbesserten sich von Platz 43 auf Platz 16. Das Vermögen der beiden mit 32 Jahren jüngsten Milliardäre auf der Forbes-Liste wird auf je elf Mrd. Dollar geschätzt.

Auf Rang zwei liegt wie schon im Vorjahr der Großinvestor Warren Buffett (75), Chef des Versicherungskonzerns Berkshire Hathaway. Er soll 40 Mrd. Dollar besitzen. An dritter Stelle folgt mit großem Respektabstand ein Jugendfreund von Gates, der 1975 mit ihm zusammen Microsoft gründete. Paul Allen (52) soll nunmehr über 22,5 Mrd. Dollar verfügen.

Auf Platz vier mit schätzungsweise 18 Mrd. Dollar liegt Michael Dell (40) von der nach ihm benannten Computerfirma. Auf Platz fünf folgt Lawrence Ellison (61) von Oracle mit 17 Mrd. Dollar. Auf den Plätzen 5 bis 10 folgen Mitglieder der Gründerfamilie Walton des US-Kaufhausriesen Wal-Mart, vor Microsoft-Manager Steven Ballmer (49).

Zu den weiteren prominenten Namen auf der Liste zählen der armenischstämmige Investor Kirk Kerkorian (88) mit 10 Mrd. Dollar (Rang 19), ex aequo mit Mitgliedern der Schokoriegelherstellerfamilie Mars. Der aus Ungarn stammende Investor George Soros (75) bringt es mit 7,2 Mrd. Dollar auf Platz 28, vor Medienmogul Rupert Murdoch (74, 6,7 Mrd. Dollar, Platz 32) und Amazon-Gründer Jeff Bezos (41) mit 4,8 Mrd. Dollar auf Platz 42. "Kaugummi-Erbe" William Wrigley jr. bringt 3,4 Mrd. Dollar auf die Waage (65.), Apple-Chef Steven Jobs auf 3,3 Mrd. Dollar (67.), Spirituosenproduzent Edgar Bronfman sr. ebenso wie Estee Lauder Leonard Alan Lauder auf 3 Mrd. Dollar (73.). Der sprichwörtlich reiche David Rockefeller sr. landet mit beachtlichen 2,5 Mrd. Dollar "nur" auf Platz 93 der Liste.

Der New Yorker Bürgermeister und Gründer einer Finanznachrichtenagentur Michael Bloomberg (63) zählt mit 5,1 Mrd. Dollar (Platz 40) zu den reichsten Politikern des Landes, noch vor dem früheren Präsidentschaftskandidaten Ross Perot (75), der mit 4,2 Mrd. Dollar auf Platz 50 liegt.

Die Witwe des "Ketchup-Königs" Heinz, Teresa Heinz Kerry, die den Präsidentschafts-Wahlkampf ihres zweiten Mannes John Kerry mitfinanzierte, fiel mit "nur" 820 Mio. Dollar aus der Forbes-Wertung der 400 reichsten Amerikaner. Die reichsten Frauen der USA sind Christy, Alice und Helen Walton aus der Eigentümerfamilie der Supermarktkette Wal-Mart. Sie verfügen über ein Vermögen zwischen jeweils 15,7 und 15,4 Mrd. Dollar, Christy Walton ist die reichste Amerikanerin auf Platz 6.

Das Match der Filmproduzenten entscheidet diesmal Star Wars-Produzent George Lucas deutlich für sich: Lucas liegt mit 3,5 Mrd. Dollar (Platz 61) deutlich vor Steven Spielberg mit 2,7 Mrd. Dollar (Platz 83).

Ein Blick auf die Landkarte zeigt eine ungleiche Verteilung des Reichtums: Demnach konzentrieren sich die größten Vermögen auf die US-Staaten Kalifornien, Texas, Florida und New York. (apa/red)

23.9.2005 08:13