Mehr Sicherheit auf Bahnhöfen & in Zügen: ÖBB und Ministerium einig über Maßnahmen
- Videoüberwachung wird auf Bahnhöfe ausgedehnt
- In stark frequentierten Zügen fahren Uniformierte mit
Österreichs Fahrgäste können sich in Zukunft in Zügen und auf den Bahnhöfen sicherer fühlen, dafür soll eine neue Form der Partnerschaft zwischen Innenministerium und ÖBB sorgen: Noch dieses Jahr wird der Salzburger Bahnhof mit Videoüberwachung ausgestattet werden und uniformierte Beamte werden für mehr Sicherheit in den Zügen sorgen.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien wurde von Innenministerin Prokop und dem ÖBB-Vorstandssprecher Huber das Maßnahmenpaket präsentiert. "Überall wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es Probleme", erklärte die Innenministerin die Beweggründe zu der neuen Kooperation. Obwohl die Kriminalität in den vergangenen Jahren stark abgenommen habe, dürfen man diesen Rückgang nicht nur halten, sondern müsse ihn auch ausbauen. "Dazu benötigen wir neue Ideen und kreative Konzepte", so Prokop.
Um die Sicherheit der Fahrgäste auf den Bahnhöfen und in den Zügen zu gewährleisten, soll die Videoüberwachung auf und vor den Bahnhöfen forciert werden. Noch heuer wird der Salzburger Bahnhof aufgerüstet. Nächstes Jahr soll der Wiener Westbahnhof diesem Beispiel folgen. Das Speichern der Daten sei laut Prokop auch sicherheitspolizeigesetzlich geregelt.
Weitere Maßnahmen stellen laut ÖBB-Vorstandssprecher Huber der Einsatz von Uniformierten in den Zügen dar. Ab sofort wird die Exekutive verstärkt in den Nachtzügen, aber auch in den stark frequentierten Routen nach ost und west patrouillieren. "Die Einsätze werden je nach Bedarf abgesprochen", erklärte die Innenministerin und sollen so das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärken. Weiters werden in den Zügen auch 20.000 Folder der Präventionskampagne "Keine Chance für lange Finger!" verteilt werden, um die Passagiere zu den Themen Handy- und Taschendiebstahl zu sensibilisieren.
Weitere Aspekte bildeten das Einbinden von Wachzimmern bei Umbauarbeiten direkt in die Bahnhöfe und die Absprache der großen Verkehrsströme bei Großveranstaltungen wie die Fußball- Europameisterschaft 2008, um möglicher Kriminalität gleich von Anfang an entgegenwirken zu können.
(apa)
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