Donnerstag, 22. September 2005

Österreichs EU-Nettobeitrag '04 nur leicht gestiegen: Saldo liegt bei 365,1 Mio. Euro

  • Gesamtbudget der EU betrug 2004 knapp 100 Mrd. €

Österreichs hat 2004 um 365,1 Millionen mehr zum EU-Haushalt beigetragen als durch Förderungen aus Brüssel zurückbekommen. Gemessen an der Wirtschaftsleistung (Bruttonationaleinkommen/BNE) trug Österreich 0,16 Prozent zum Budget bei und war damit ex aequo mit Großbritannien der sechstgrößte Nettozahler der EU. Den größten Beitrag zum EU-Haushalt leisteten 2004 die Niederlande gefolgt von Deutschland, und Schweden.

Österreichs Beitrag zum zum operativen Haushalt der EU (ohne Verwaltungsausgaben und Ausgaben für gemeinsam Außenpolitik) war damit trotz EU-Erweiterung nur geringfügig höher als 2003, als der Saldo 331,9 Mio. Euro bzw. 0,15 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen hat. Im vergangenen Jahr hat Österreich 1,965 Mrd. Euro in das EU-Budget eingezahlt. Die Rückflüsse in Form von vor allem Agrarförderungen und Strukturmitteln betrugen 1,6 Mrd. Euro.

Budgetkommissarin Dalia Grybauskaite betonte, dass sich die Erweiterung für alle Mitgliedstaaten als positiv erwiesen habe. Alle zehn neuen Mitgliedstaaten hätten eindeutig vom Beitritt profitiert und die Mittel die in ihnen in Aussicht gestellt worden waren auch bekommen.

Das Gesamtbudget der EU betrug 2004 knapp 100 Mrd. Euro oder 0,98 Prozent des Bruttonationaleinkommen, also der Wirtschaftsleistung der 25 Mitgliedstaaten. Damit hat sich gegenüber den Vorjahren nicht viel verändert. Verändert hat sich gegenüber 2003 allerdings die Struktur der Ausgaben: Der Anteil der Agrarausgaben ging von 49 auf 43,5 Prozent zurück, während der Anteil der Strukturmittel von 31,5 Prozent auf 34,2 Prozent stieg.
(apa)

22.9.2005 13:10