Mittwoch, 21. September 2005

Österreichs Haushalte stöhnen: Fast ein Zehntel höhere Energiekosten im August

  • Steigender Rohölpreis als der treibende Faktor
  • Relativ moderate Aufschläge bei Strom und Gas

Der Höhenflug des Ölpreises hat die Energiekosten für die privaten Haushalte auch im August kräftig nach oben getrieben: Im Durchschnitt musste in Österreich für Energie knapp ein Zehntel mehr berappt werden als im Vorjahr.

Auf Jahressicht sind die Energiepreise im vergangenen Monat um 9,1 Prozent gestiegen, berichtete die Österreichische Energieagentur am Mittwoch der APA. Die Steigerungsrate des Energiepreisindex lag damit deutlich über der Rate des gesamten Verbraucherpreisindex, der gegenüber August 2004 wie berichtet um 2,0 Prozent zulegte.

Während leitungsgebundene Energieträger wie Fernwärme (+1,5 Prozent), Strom (+2,4 Prozent) und Gas (+4,8 Prozent) und auch feste Brennstoffe wie Kohle und Brennholz mit durchschnittlich +1,6 Prozent vergleichweise moderate Preissteigerungen verzeichneten, waren bei den Preisen für Mineralölprodukte nach wie vor hohe Zuwächse festzustellen.

So stieg der Benzinpreis im Jahresvergleich um 11 Prozent (Normal) beziehungsweise 10,6 Prozent (Super). Beim Dieselpreis gab es im August eine Verteuerung um 19 Prozent, beim Heizölpreis sogar eine um 24,4 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Juli kam es ausschließlich bei den Mineralölprodukten zu Preisveränderungen: Der Bezinpreis zog um 3,7 Prozent (Normal) beziehungsweise 3,4 Prozent (Super) an, der Preis für Diesel um 2,7 Prozent und für Heizöl um 1,2 Prozent. Konstant blieben hingegen die Preise für Fernwärme, Strom, Gas, Kohle und Holz. Im Vergleich zum Vormonat gab es im August bei den Energiepreisen in Summe einen durchschnittlichen Preisanstieg um 1,3 Prozent.

21.9.2005 09:43