Red Bull mit drittem 1:0 - Austria haderte nach Niederlage beim GAK mit Schiedsrichter
- Schinkels: "Der hatte wohl etwas gut zu machen"
- Jara: "Mussten bis zum Schluss sehr wachsam sein"
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gegen Wiener Austria!
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Auch die Samstag-Spiele der zwölften Bundesligarunde haben für hitzige Diskussionen über Österreichs Fußball-Schiedsrichter gesorgt. Tabellenführer Austria haderte nach der 0:1-Niederlage beim GAK mit Referee Einwaller, dessen Elferpfiff nach einem Gerangel zwischen Tokic und Sick den Grazern den ersten Heimsieg gegen die Wiener seit vier Jahren und Stürmer Kollmann seinen ersten Treffer nach zehn Runden Torflaute ermöglichte. Für das Team von Walter Schachner bedeutete der in der 73. Minute verwandelte Strafstoß die Beendigung einer 469 Minuten langen torlosen Periode.
In Mattersburg bestätigte Titelaspirant Red Bull Salzburg mit dem dritten 1:0-Sieg in Folge seinen Aufwärtstrend. Pichorner fixierte in der letzten Minute der regulären Spielzeit den ersten "Bullen"-Auswärtserfolg der Saison. Der violette Umfaller in Graz brachte die Mannschaft von Kurt Jara vor dem Sonntag-Spiel Ried - Pasching bis auf drei Punkte an den Wiener Spitzenreiter heran. Schlusslicht Admira konnte den Abstand zu Mattersburg nicht verkürzen. Eine unglückliche 2:3-Heimniederlage gegen Sturm Graz warf die Südstädter im Abstiegskampf wieder einen Schritt zurück.
Thomas Einwaller sorgte bereits vor dem Anpfiff für Gesprächsstoff. Der Tiroler hatte im September 2003 beim 1:3 des GAK gegen die Austria deren Torjäger Rushfeldt trotz klaren Handspiels im eigenen Strafraum weder mit Gelb-Rot ausgeschlossen noch auf Elfmeter entschieden. Rushfeldt erzielte später das 2:0 und Einwaller avancierte zum "Buhmann" der Grazer. Vor dem Spiel war es also Schachner, dem die Schiedsrichter-Besetzung Kopfzerbrechen bereitete, nach Schlusspfiff hatte der Unparteiische Austrias Trainerduo Peter Stöger und Frenkie Schinkels gegen sich aufgebracht.
"Offensichtlich hatte der wohl etwas gut zu machen. Der Elfer war ein Geschenk, vorher war es nur eine Frage der Zeit, bis wir das erste Tor schießen", meinte Schinkels und ergänzte: "Jetzt ist der Schiri glücklich, der GAK ist glücklich und wir sind unglücklich." Sportdirektor Stöger stimmte vollinhaltlich zu und nahm sich vor: "Ich muss mich im Umgang mit den Schiedsrichtern wohl auch ändern, mir ein Beispiel an den Kollegen Hickersberger oder Jara nehmen."
Schachner zog vor seiner Mannschaft den Hut: "Ich musste das Team komplett umstellen. Vor allem in den letzten 20 Minuten war ich mit der Leistung sehr zufrieden. Wir haben der Austria, einer Millionentruppe mit Millionenstars, nur wenige Chancen erlaubt. Dennoch muss man noch Geduld haben."
"Oberbulle" Jara war nach dem ersten Dreipunkter in der Fremde nicht bedingungslos zufrieden: "Wir hätten schnell mit zwei bis drei zu null führen müssen. Dann wäre das Spiel ruhiger verlaufen. So haben die Mattersburger auf Konter gelauert. Wir mussten bis zum Schluss sehr wachsam sein." Goldtorschütze Pichorner blieb bescheiden: "Zu einem Flankenschuss gehört immer Glück, der Torhüter hat sich verschätzt." Mattersburg-Coach Franz Lederer will mit seiner Truppe "weiter arbeiten und hoffen, dass sich das ausgleicht. Wir müssen das Glück zwingen."
(apa)
