"Ich höre als Sturm-Präsident auf": "Zar Hannes" Kartnig kündigt seinen Rückzug an!
- Wird bei Generalversammlung nicht mehr kandidieren
- Vorstandsmitglied Platzer soll Nachfolger werden
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Hannes Kartnig hat am Dienstag im ORF-Kurzsport seinen Rückzug als Präsident des österreichischen Bundesligisten Sturm Graz angekündigt. "Ich habe in den letzten Jahren viel Demütigungen hinnehmen müssen von Leuten, die jetzt zeigen können, dass sie es besser machen können", erklärte Kartnig im Interview und kündigte an, bei der Generalversammlung am 3. November nicht mehr kandidieren zu wollen.
Sein Nachfolger werde mit Altlasten zu kämpfen haben. "Schuldenfrei kann man so einen Verein nicht übergeben, ich habe den Klub auch mit Schulden übernommen. Ein bisschen muss man schon etwas leisten, wenn man im Rampenlicht stehen will", sagte Kartnig.
"Zar Hannes" übernahm die Grazer 1992 und führte den Klub zu zwei Meistertiteln, drei Cup-Siegen und drei Champions-League-Teilnahmen.
Kartnig will Platzer als Nachfolger
Kartnig hat nach dem Match Sturm - Rapid im "Premiere"-Interview noch einmal seine Rücktrittsabsichten bestätigt und sich gleichzeitig Carlo Platzer, der bereits seit mehreren Jahren im Vorstand der Grazer engagiert ist, als Nachfolger gewünscht. "Er wäre ein guter Mann."
Wer auch immer Klubchef wird - der neue Boss müsse laut Kartnig "gute Verbindungen zur Wirtschaft und auch ein bisschen Geld" haben. Seine persönliche Zukunft beim Verein ist noch offen. "Ich weiß nicht, in welches Amt mich der Vorstand einteilt, vielleicht in das des Ehrenpräsidenten", sagte Kartnig, der auf eine "schöne und für das Land Steiermark extrem erfolgreiche Zeit" zurückblickt.
Rapid-Trainer Josef Hickersberger wollte dem Rückzug von "Zar Hannes" nicht so recht Glauben schenken. "Kartnig ohne Fußball kann ich mir nicht vorstellen. Als Rapid-Trainer habe ich, wenn er wirklich zurücktritt, eine Träne im Knopfloch."
(apa/red)
