Montag, 19. September 2005

Wieder kein Sieg für den Meister: Rapid mit hart erkämpften 2:2-Remis bei Sturm Graz

  • Hütteldorfer gleichen zweimal einen Rückstand aus
  • Grün-Weiße damit seit 6 Spielen ohne Dreipunkter

Der österreichische Fußball-Meister SK Rapid läuft weiterhin dem ersten Bundesliga-Sieg seit 6. August oder sechs Partien nach. Die Hütteldorfer mussten sich am Dienstag in der elften Runde auswärts gegen Sturm mit einem 2:2 (Treffer durch Mujiri, Filipovic/Elfer bzw. Bejbl, Valachovic) begnügen und liegen damit nach Verlustpunkten bereits sechs Zähler hinter Spitzenreiter Austria.

Sturm erwischte in einer flotten Partie den besseren Start und wurde in der 4. Minute erstmals gefährlich, als Filipovic aus spitzem Winkel am langen Eck vorbeischoss. Die Rapidler, die ohne Hofmann und Hlinka, dafür aber mit drei Stürmern (Lawaree, Kincl, Akagündüz) antraten, antworteten mit Schüssen von Lawaree (4.) und Dober (7.), die Szamotulski parierte.

Am Drücker blieben aber die Grazer, die zum Saisonauftakt im Hanappi-Stadion 3:2 gewonnen hatten: Nzuzi jagte den Ball in der 20. Minute aus guter Position noch weit über die Querlatte. Drei Minuten später sorgte aber Mujiri mit einem Flachschuss aus knapp 20 Metern, bei dem Payer noch mit den Fingerspitzen dran war, für die verdiente Führung der "Blackys", deren Klubchef Hannes Kartnig wenige Stunden vor Spielbeginn seinen Rückzug vom Präsidentenamt angekündigt hatte.

Rapid bei Standards wieder souverän
Bei den Hütteldorfern lief spielerisch wenig, dafür stellten sie wieder einmal ihre Stärke bei Standard-Situationen unter Beweis. Nach einem Corner von Ivanschitz in der 27. Minute missglückte der Rettungsversuch von Verlaat und Bejbl, der wie schon am Samstag gegen die Admira im zentralen Mittelfeld aufgeboten wurde, netzte aus zehn Metern trocken zu seinem ersten Treffer für die Grün-Weißen ein.

Bereits sieben Minuten später folgte eine Szene, die Rapid zu heftigen, aber wirkungslosen Protesten veranlasste. Der schwache Schiedsrichter Krassnitzer wollte eine regelwidrige Attacke von Labant an Filipovic im Strafraum gesehen haben, der angeblich Gefoulte nahm das Geschenk dankend an und stellte auf 2:1 für Sturm.

Valachovic traf zum 2:2-Ausgleich
Doch auch dem neuerlichen Ausgleich für Rapid ging eine diskussionswürdige Referee-Entscheidung voraus. Valachovic, der gegen die Bayern noch einen Elfer vergeben hatte, verwertete einen Freistoß aus 18 Metern zum 2:2. Zuvor hatte Krassnitzer bei einem wohl regelkonformer Zweikampf auf Foul an Akagündüz entschieden.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Hütteldorfer und hatten in der 53. Minute Pech, als Akagündüz nach Kincl-Kopfballvorlage per Volley aus kurzer Distanz an Szamotulski scheiterte. Obwohl Rapid in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel hatte, war Sturm dem dritten Treffer in der 78. Minute ganz nahe - ein Freistoß-Schlenzer von Filipovic landete an der Querlatte. Die besten Chancen für die Rapidler, die sich immerhin im Vergleich zum Admira-Match verbessert zeigten und unter Coach Josef Hickersberger auswärts gegen Sturm weiter unbesiegt sind, versiebten in der Schlussphase der eingewechselte Garics und Akagündüz. (apa/red)

19.9.2005 11:41