Erster "echter" Erfolg der Bullen: Salzburg bezwang mit Leader Austria ersten Topklub
- 1:0 ist vierter Red Bull-Sieg im fünften Heimspiel
- Am Mittwoch soll auch GAK daheim besiegt werden
·Heimstärke: Salzburg besiegt Austria 1:0
Erfolg mit 10 Mann, GAK-Pasching mit Nullnummer
·Das Siegen verlernt? Rapid vs. Admira 0:1
Fünftes siegloses Spiel für Rapid, Ried-Sturm 2:1
·Salzburg - Austria: Duell der Finanzriesen
Heutige Spiel mit 18.500 Zusehern ausverkauft
·Kündigung: Polster klagt Frank Stronach
NEWS: Will bis zu einer Million Schadenersatz!
·Technische Daten zur
10. Bundesliga-Runde
Aufstellungen der Teams im Gesamt-Überblick
·BL-Tippkönig: Jetzt Highscore ansehen!
Gleich nachschauen, auf welchem Platz Sie liegen
·Bundesliga 2007/08: Ergebnisse & Tabelle!
Auslosung, Tore & mehr: Infos zur aktuellen Saison
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Mattersburg
od. Pasching zu stoppen?
·MITREDEN: Austria ein würdiger Meister?
Diskutieren Sie mit im Networld-Fußball-Forum!
Im sechsten Anlauf ist es dem neu formierten Starensemble von Red Bull Salzburg gelungen, gegen einen Klub aus der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga drei Punkte einzufahren. Die Salzburger bezwangen am Sonntag auf dem heimischen Kunstrasen in Wals-Siezenheim Tabellenführer Austria Magna durch ein Jezek-Tor (42.) 1:0 (1:0). Das Team von Trainer Kurt Jara trennen damit nur noch sechs Punkte vom Spitzenreiter. Der Tabellenzweite Pasching erreichte beim GAK ein torloses Remis.
Die Salzburger setzten sich nach neun sieglosen Partien in Folge gegen die Austria wie schon am 10. Mai 2003 - dem bis dato letzten Erfolg gegen die Wiener - mit 1:0 durch, feierten den vierten Sieg in fünf Saisonheimspielen. "Das Ganze ist aber nur ein Fortschritt, wenn wir auch auswärts endlich einmal gewinnen", erklärte Red-Bull-Kapitän Markus Schopp. Dort haben die Salzburger erst einen mageren Punkt durch ein torloses Remis gegen Sturm Graz errungen, stehen nicht zuletzt deshalb nur auf dem siebenten Tabellenplatz.
Druck auf die Salzburger vorerst weg
"Wir sind schon schwer unter Druck gestanden. Mit einer Niederlage wäre der Rückstand schon sehr groß gewesen", gab Ex-Bayern-Stürmer Alexander Zickler erleichtert zu verstehen. Für die Erleichterung hatte kurz vor der Pause ausgrechnet der Ex-Austrianer Patrick Jezek gesorgt, als er seine zweite Großchance nach Kirchler-Vorarbeit aus halblinker Position verwertete. "Nach der ersten Chance habe ich genau gewusst, dass er die zweite macht", meinte Routinier Kirchler.
Austria-Sportchef Peter Stöger sprach von einem "Deckungsfehler" seiner Mannschaft und trauerte nach "drei vergebenen hundertprozentigen Torchancen" und "einem Elfmeter, der gepfiffen hätte werden müssen", verlorenen Zählern nach. Nastja Ceh, der laut Stöger "langsam in seine Rolle wächst" und zuvor die Stange getroffen hatte, ging in der Nachspielzeit nach Kontakt mit Aufhauser im Strafraum zu Boden, wurde dafür wegen einer Schwalbe mit der gelb-roten Karte bedacht.
Stöger: "Salzburg spielt zu Hause immer sehr unfair"
Bereits Ende der ersten Hälfte hatte der Ausschluss von Bullen-Verteidiger Thomas Linke nach Ellbogencheck gegen Tokic für Aufregung gesorgt. "Salzburg spielt zu Hause immer sehr unfair, setzt verstärkt die Ellbogen ein", kritisierte Stöger, dass Schiedsrichter Lehner nicht schon früher eingeschritten war. Sein Gegenüber Kurt Jara hingegen sprach von einer kämpferisch starken Leistung seiner Mannschaft: "Sie hat heute unter anderem auch für den Verein gekämpft, ist so richtig zusammengewachsen. Ich hoffe, dieser Sieg war die Trendwende", erklärte der Salzburg-Coach.
Trendwende benötigt die Austria zwar keine, der Cupsieger bezog aber nicht zuletzt durch zahlreiche Verletzungen geschwächt die zweite 0:1-Niederlage binnen vier Tagen nach jener im UEFA-Cup in Stavanger. "Summa summarum haben wir trotz der Tabellenführung noch nicht die Punkte gemacht, die wir uns erwartet haben", zog Stöger nach zehn Runden eine kleine Bundesliga-Zwischenbilanz.
Salzburg reagiert auf Zwischenfälle beim Austria-Match
Einen Tag nach den unschönen Szenen beim Schlager haben die Mozartstädter Konsequenzen angekündigt. Mit Hilfe der Videokameras im Stadion Wals-Siezenheim und polizeilicher Erhebungen wurden und werden gewalttätige Besucher identifiziert, gegen diese werden nun Stadionverbote ausgesprochen. Alleine am Sonntag gab es im Rahmen der Partie 19 Verhaftungen.
"Auf Grund der massiven Ausschreitungen und persönlichen Diffamierungen gewaltbereiter "Fans", die am letzten Spieltag einen traurigen Höhepunkt fanden, werden wir künftig von unserem Hausrecht Gebrauch machen", hieß es in einer Aussendung der Salzburger. U.a. waren massive Schmährufe gegen die Klubführung zu hören gewesen, zudem wurden Rauchbomben gezündet und bengalische Feuer auf das Spielfeld geworfen.
"Damit hat man Personen gefährdet und Sachbeschädigungen begangen. Dies hätte bis zum Spielabbruch führen können. Es wurden dabei sowohl Spieler als auch Zuseher einer unverantwortlichen Gefahr ausgesetzt. Ebenso gab es gewalttätige Übergriffe gegenüber neutralen Sportfans", so die Salzburger.
Der Stehplatzbereich Eingang Süd wird von den "Bullen" im Eilzugtempo bis zum Heimspiel gegen den GAK in einen zusätzlichen Sitzplatzsektor umgebaut, es werden damit 1.300 neue Sitzplätze geschaffen. Den Geldbetrag für gelöste Abo-Eintrittskarten im ursprünglichen Stehplatzbereich erstattet die Mateschitz-Truppe zurück. Die Rückgabe der Karten bzw. der kostenlose Umtausch "Stehplatz gegen Sitzplatz" erfolgt ab Dienstag 10 Uhr in der Geschäftsstelle des Stadions oder an den Kassen eins bis vier.
Austria muss rund zwei Monate auf Delano Hill verzichten
0:1 gegen Viking Stavanger, 0:1 gegen Red Bull Salzburg und jetzt auch noch das: Cupsieger und Tabellenführer Austria Magna muss rund zwei Wochen auf seinen Abwehrspieler Delano Hill verzichten. Die Verletzung, die sich der Niederländer am vergangenen Donnerstag im Finish des UEFA-Cup-Erstrunden-Hinspiels in Norwegen zugezogen hatte, stellte sich nun nämlich als Teilabriss des Brustmuskels heraus.
Der 30-jährige 1,91 m-Mann, der im Sommer von Hansa Rostock geholt worden war, wird am Dienstag von Klubdoktor Alexander Kmen in Wien-Döbling operiert. Danach wird die Brustmuskulatur des Patienten mit einem Verband vier Wochen ruhig gestellt, dann erst beginnt eine vierwöchige Reha. Hill, der damit voraussichtlich zwei Monate ausfällt, ist nach Sasa Papac (Auto-Unfall), Stepan Vachousek und Vladimir Janocko (beide Kreuzbandrisse) der vierte Langzeitverletzte der Violetten.
Pasching nur mehr zwei Punkte hinter Austria
Dem Überraschungs-Zweiten Pasching fehlen nach dem 0:0 beim GAK, in dem die Grazer in der Schlussviertelstunde einem Sieg näher war, nur zwei Punkte auf den Leader. Trainer Georg Zellhofer, der vor der Partie gar nur vom Klassenerhalt gesprochen hatte, stapelte aber gewohnt tief: "Wir haben andere Ziele. Wir wollen einen gesicherten Mittelfeldplatz." Im vergangenen Frühjahr hatten die Paschinger sechs Wochen lang die Tabelle angeführt, ehe zu Saisonschluss der Einbruch und Platz vier folgten.
(apa/red)
