Melzer nach Daviscup: "Eines der schönsten
Tennis-Wochenenden in meinem Leben"
- Will gewonnenes Selbstvertrauen mitnehmen
Jürgen Melzer hat am Wochenende beim Daviscup in Pörtschach viel Selbstvertrauen gesammelt. Erstmals hat er für Österreich alle drei Punkte geholt, erstmals hat er den entscheidenden Sieg zur Weltgruppen-Teilnahme geschafft. Der Lohn dafür war viel Anerkennung und für den 24-Jährigen selten erlebte Glücksmomente.
Melzer sank nach dem Dreisatz-Erfolg über Nicolas Lapentti auf die Knie und es war, als wäre ihm eine große Last von den Schultern gefallen. Immerhin war der Weltranglisten-49. mit vier Niederlagen im Gepäck von seinem Übersee-Trip zurück gekehrt. "Viele haben mich kritisiert, auch in der Presse ist auf mich draufgehauen worden. Es war nicht so einfach. Vor allem der erste Tag war mental sehr schwierig, weil ich gegen Giovanni Lapentti einfach gewinnen musste", so der 1,83 m große Linkshänder.
Am Ende hat Österreichs Nummer eins überhaupt nur einen Satz abgegeben, im Einzel bilanziert er gar mit 6:0-Sätzen. Melzer, der bisher gerade im Daviscup weniger erfolgreich gewesen ist, hatte also allen Grund zur Freude. "Das war sicher eines der schönsten Tennis-Wochenenden in meinem Leben", freute sich Melzer. Auch die Momente, als ihn seine Teamkollegen im Jubel der 2.000 Zuschauer in der Werzer-Arena auf Schultern über den Platz trugen, wird er wohl nie wieder vergessen. "Das ist ein wunderschönes Gefühl, man kann es gar nicht beschreiben. Ich hatte das zwar schon ein Mal gegen Finnland, aber das kann man von der Wertigkeit her nicht vergleichen."
Auch die Entscheidung, Ecuador auf Hartplatz zu empfangen, sei richtig gewesen. "Nur eines muss man sagen, der Court war eine Spur zu langsam", stellte Melzer fest. "Ich fühle mich auf Hardcourt aber einfach am wohlsten, und Stefan geht es da ähnlich."
Das gewonnene Selbstvertrauen will der Schützling von Karl-Heinz Wetter nun in die restliche Saison mitnehmen, ähnliches war Stefan Koubek vor einem Jahr nach seinem tollen Daviscup-Auftritt gegen Großbritannien gelungen. "Wenn ich so weiterspiele, dann ist heuer sicher noch einiges drinnen. Aber ich will keine Zahlen nennen, sondern einfach erfolgreich Tennis spielen."
Melzer spielt nach einer Woche Pause ab 3. Oktober (in der Woche vor der BA-CA-Trophy in Wien) in Metz, danach eben Wien, Madrid und St. Petersburg. Koubek spielt (parallel zu Metz) in Tokio, dann Wien, Madrid-Qualifikation und hofft danach auf einen Platz im Hauptfeld von Basel/St. Petersburg oder Stockholm.
(apa)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
