Rad-WM in Madrid: Deutsche Schleicher sprintete zum Titel - Soeder nur auf Platz 42.
- Graus nur 89., Wieser und Schober gaben auf
Das Weltmeistertrikot im Damen-Straßenrennen bleibt in deutschem Besitz. Bei den Rad-Weltmeisterschaften in Madrid trat am Samstag Regina Schleicher die Nachfolge von Judith Arndt an, nach 126 Kilometer sprintete sie nach perfekter Vorarbeit von zwei Teamkolleginnen zum Sieg. Die 31-jährige Schleicher setzte sich klar vor der Britin Nicole Cooke und der Australierin Oenone Wood durch.
Die Hoffnungen der Österreicherinnen auf einen Top-Ten-Platz erfüllten sich ein Jahr vor der Heim-WM in Salzburg nicht. Christiane Soeder verlor auf der letzten Runde den Anschluss an die rund 30-köpfige Spitzengruppe und beendete das Rennen mit 1:14 Minuten Rückstand als 42. Andrea Graus, von einer Verkühlung geschwächt, rollte als 89. mehr als 13 Minuten hinter der Siegerin über die Linie. Isabella Wieser und Bernadette Schober gaben auf.
Soeder, die bereits das Einzelzeitfahren vom Mittwoch (Rang elf) in den Beinen hatte, befand sich noch in der vorletzten der sechs Runden ganz vorne im geschlossenen Feld. "In der vorletzten Steigung hat sie angetreten und etwas probiert, aber als sich später das Feld teilte, war sie nicht mehr in der Spitze dabei", schilderte Bundestrainer Klaus Kabasser die letzte Runde aus ÖRV-Sicht.
Graus, die im Weltcup Top-Ten-Plätze erreicht hatte, war durch eine Verkühlung offenbar mehr geschwächt als angenommen. "Ich war in einer schlechten Position, als sich in der vierten Runde das Feld geteilt hat und konnte das Loch zur vorderen Gruppe nicht mehr schließen", sagte die enttäuschte Tirolerin.
(apa)
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