Dienstag, 20. September 2005

Motivationsprobleme: Skispringer Florian Liegl beendet seine noch junge Karriere

  • Hartnäckige Knieverletzung sorgt für das Aus
  • Skiflug-Weltcupsieg am Kulm als Highlight

Florian Liegl beendet seine aktive Skisprung- Karriere. Der Tiroler entschied sich nach Gesprächen mit dem nordischen Direktor Toni Innauer und seinem Trainer Alexander Pointner zu diesem Schritt. Der 22-jährige Skiflug-Weltcupsieger (Kulm 2003) begründete dies vor allem mit Motivationsproblemen.

"Die letzte Saison war mir noch sehr wichtig, da ich dadurch wusste, dass ich das Skispringen doch noch kann. Heuer im Frühling hatte ich dann große Probleme auf der Schanze und hinzu kam noch eine Schleimbeutelentzündung im Knie, die mich die letzten eineinhalb Monate vom Training abhielt", erklärte Liegl. "Ich kam zum Schluss, dass ich die nötige Motivation für einen Neuanfang im Herbst nicht mehr aufbringen kann."

Darum will sich Liegl gleich mit Semesterbeginn der Fortsetzung seines Studiums ab Oktober widmen. Er möchte sich in Richtung Sportmanagement weiterentwickeln.

"Es tut mir Leid, dass er nicht mehr springt. Er war eine Bereicherung für das Team. Ich wünsche ihm viel Glück", sagte Cheftrainer Pointner, der deshalb aber keinesfalls enttäuscht ist. "Ich werde nie von einem Springer meiner Mannschaft enttäuscht sein, weil jeder sein Bestes gibt." Liegl habe ihm aber gesagt, dass er sich manchmal zwingen müsse, dass er Freude am Springen hat. Letztlich hat sich der baumlange "Flo" nach seinen ersten Erfolgen mit dem Weltcupsieg auf dem Kulm wohl auch zu sehr Druck gemacht. (apa)

20.9.2005 15:04