Topbesetzung beim Tennis Generali Ladies in Linz: Mauresmo, Henin-Hardenne kommen
- Auch Pierce und Petrow haben Teilnahme zugesagt
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
·Fed Cup-Finale: Titel geht an Russland!
Französinnen verlieren entscheidendes Doppel!
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Verlängerung wegen besserer Vermarktung
·Tour of Champions: Muster nur Vierter
6:4,6:3-Niederlage gegen Spanier Bruguera
Über eine tolle Besetzung dürfen sich die Veranstalter des Generali Ladies Open in Linz (22. bis 30. Oktober) freuen: Mit Titelverteidigerin Amelie Mauresmo (WTA-Nr. 4), Justine Henin-Hardenne (5), Mary Pierce (6) und Nadja Petrowa (10) haben knapp fünf Wochen vor Beginn des 585.000-Dollar-Turniers schon vier Top-Ten-Spielerinnen genannt. Mauresmo hatte im Vorjahr buchstäblich erst in letzter Minute zugesagt, sie hält mittlerweile bei 17 WTA-Titeln.
"Vor einem Jahr hatten zu diesem Zeitpunkt zwei Spielerinnen aus den Top Ten für Linz zugesagt. Heuer sind es bereits vier - das ist sensationell", freute sich Veranstalter Peter Michael Reichel. Seine Tochter Sandra, die seit einigen Jahren als Turnierdirektorin fungiert, erhofft Generationen-Duelle mit den ebenfalls verpflichteten Nachwuchs-Stars Ana Ivanovic (SCG/WTA-18) und Sesil Karatantschewa (BUL/40). "Ich bin stolz auf dieses Starterfeld", meinte sie am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien.
Mit der Weltranglisten-Elften Patty Schnyder steht eine weitere Akteurin, die in der Intersport-Arena zu sehen sein wird, vor der Rückkehr in die Top Ten. Der Schweizerin fehlt noch ein Titel in der oberösterreichischen Hauptstadt, Henin-Hardenne (2002) und auch Pierce (1999) haben dort schon ein Mal den Siegerscheck geholt. Letztere hat heuer mit 30 Jahren in ihrer bereits 17. Saison ein sensationelles Comeback gefeiert und stand sowohl bei den French als auch bei den US Open im Endspiel.
Für die Tennis-"Diva" und ihre Teamkollegin Mauresmo wurde am vergangenen Sonntag allerdings nichts aus dem erhofften Heim-Triumph im Fed-Cup-Finale über Russland. Die Französinnen verloren im Stade Roland Garros im entscheidenden Doppel in drei Sätzen und somit knapp mit 2:3. Henin-Hardenne hat nach Siegen in Charleston, Warschau und Berlin Anfang Juni mit dem Finalsieg über Pierce in Paris ihren vierten Grand-Slam-Titel geholt.
Aus österreichischer Sicht legten sich die Organisatoren am Montag auf eine Wild Card für Tamira Paszek fest: Die erst 14-jährige Vorarlbergerin hat ja am Sonntag bei ihrem zweiten WTA-Turnier in Sofia (25.000 Dollar) gleich den Titel geholt. "Paszek ist eine Spielerin, der - vielleicht noch nicht heuer - alles zuzutrauen ist", setzt Michael Reichel große Hoffnungen in sie. Ob es auch eine Wild Card für Österreichs Nummer eins, Sybille Bammer, oder andere ÖTV-Kandidatinnen geben wird, steht noch nicht fest.
Die Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa spielte in den Verhandlungen keine Rolle, die Russin fordert doppelt so hohe Antrittsgelder wie beispielsweise eine Serena Williams. "Sie ist nicht finanzierbar", so Michael Reichel. Hier müsse man auf eine günstige Konstellation im Kampf um die Nummer eins oder andere kurzfristige Entwicklungen hoffen. Das Turnier in Linz hat laut dem langjährigen Veranstalter und LASK-Boss von allen Sportveranstaltungen in Österreich "die größte internationale Fernseh-Reichweite seit die Formel 1 in Österreich weg ist".
Dies war wohl für einige Sponsoren wie Neueinsteiger Siemens VAI ein schlagkräftiges Argument, auch Hauptsponsor Generali hat den Vertrag bereits für 2006 verlängert. Im Hintergrund wird übrigens auch Barbara Schett als Moderatorin und für andere Tätigkeiten bei Side-Events die ganze Woche tätig sein. Im Kampf um den 93.000 Dollar-Siegerscheck ist die Tirolerin ein Jahr nach ihrer Rücktrittserklärung freilich nur noch Zuschauerin.
(apa)
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