Heimkehr nach den Hurrikans: Menschen stehen vor den Trümmer ihrer Existenz
- Wirbelsturm "Rita" forderte insgesamt 10 Todesopfer
- PLUS: Die BILDER der Zerstörungskraft von "Rita"!
·Hurrikan "Rita" ver- wüstet US-Golfküste
BILDER: Überflutungen, Brände & Evakuierungen
·"Rita" drittstärkster Hurrikan aller Zeiten
Spitzenwindgeschwindig-keiten von über 260 km/h
·Stichwort: Alle Hurrikan-Kategorien
Einteilung in fünf Stufen nach Windgeschwindigkeit
·Stichwort Hurrikan: Alle Informationen
Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer
Nach den zerstörerischen Wirbelstürmen "Katrina" und "Rita" im Süden der USA kehren die Menschen in die Katastrophenregionen zurück. Vielerorts stehen die Heimkehrer vor den Trümmern ihrer Existenz. In der von Hurrikan "Rita" schwer verwüsteten texanischen Stadt Beaumont wurden die Leichen von fünf Familienmitgliedern entdeckt, die durch eine Kohlenmonoxidvergiftung starben. Sie hatten in ihrer Wohnung einen Generator in Betrieb genommen. Insgesamt forderte "Rita" zehn Menschenleben.
"Rita" hatte bei ihrem Auftreffen auf das Festland an der Grenze zwischen Texas und Louisiana am Samstag weniger Schäden angerichtet als ursprünglich befürchtet, aber dennoch ganze Ortschaften verwüstet. Weite Landstriche stehen noch bis zu fünf Meter unter Wasser. Fast eine Million Menschen waren am Dienstag den vierten Tag hintereinander von der Stromversorgung abgeschnitten.
US-Präsident George W. Bush reiste erneut in die Katastrophengebiete. In Beaumont und der nahe gelegenen Stadt Lake Charles (Louisiana) sowie per Helikopter wollte er sich ein Bild von der Lage verschaffen. Am Montag (Ortszeit) hatte Bush vor dem Hintergrund der beeinträchtigten Ölproduktion durch die Hurrikans alle Bundesbehörden angewiesen, Energie einzusparen. Angestellte sollten ermutigt werden, öffentliche Transportmittel zu benutzen.
Während in vielen von "Rita" verwüsteten Gebieten die Menschen fassungslos vor den Trümmern ihrer Häuser standen, kehrte vier Wochen nach Monster-Hurrikan "Katrina" ein Stück Normalität in die Südstaatenmetropole New Orleans zurück. Bürgermeister Ray Nagin hatte am Montag grünes Licht für die Wiederbesiedlung des höher gelegenen Stadtteils Algiers gegeben, der von Überschwemmungen verschont geblieben war. In langen Autoschlangen kamen die vom Sturm vertriebenen Menschen nach Hause. Ladenbesitzer durften auch in andere Viertel zurückkehren, um die Öffnung ihrer Geschäfte vorzubereiten. Nur der Stadtteil Ninth Ward, ein Armenviertel, das am Wochenende von "Rita" erneut überflutet worden war, bleibt vorerst gesperrt. (apa/red)
