Meinungsumfrage in Deutschland ergibt: Klares Nein zu einer nochmaligen Neuwahl
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Die Deutschen lehnen nach Angaben eines führenden Meinungsforschers nochmalige Neuwahlen strikt ab. Der Chef des Forsa-Instituts, Manfred Güllner, sagte am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk, ansonsten fänden alle Koalitionsvarianten mit Ausnahme von Rot-Rot-Grün Akzeptanz in der Bevölkerung.
Noch einmal zu wählen, sei dagegen trotz der schwierigen Regierungsbildung für die überwiegende Mehrheit keine Option. "Es gibt eine klare Mehrheit gegen Neuwahlen. Da sind die Menschen ganz brutal, auch wenn sie nicht sonderlich glücklich sind mit dem, was herausgekommen ist. Aber 70 Prozent sagen: Neuwahlen, das wollen wir nicht", fügte Güllner hinzu.
Zu den denkbaren Koalitionsmöglichkeiten sagte der Meinungsforscher: "Wir haben einen leichten Vorsprung für eine große Koalition. Dann folgt aber schon die Möglichkeit, dass die Union, FDP und Grüne sich zusammentun." Aber auch eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP werde nicht völlig abgelehnt. "Das heißt, die Koalitionsform ist nicht ganz so wichtig. Wichtig ist, dass die, die sich dann zusammentun, ihre Arbeit ordentlich machen", erläuterte Güllner.
Zu Stande gekommen ist das Wahlergebnis nach seiner Einschätzung wegen einer gewissen Ratlosigkeit in der Bevölkerung. "Wir konnten vor der Wahl sehen, dass man mit Rot-Grün unzufrieden war. Auf der anderen Seite hatte man wenig Hoffnung, dass die anderen es besser richten würden", sagte Güllner weiter.
(apa/red)
