Tödlicher Wirbelsturm: 40 Menschen sterben bei Naturkatastrophe in Indien
- 3.500 Fischer werden in Bangladesch vermisst
Ein Wirbelsturm hat in Südindien und Bangladesch zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Allein im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh sind nach offiziellen Angaben mindestens 40 Menschen gestorben, unbestätigte Medienberichte gingen am Mittwoch sogar von 50 Toten aus.
In Bangladesch wurden knapp 3.500 Fischer vermisst. Zahlreiche Kutter sollen gekentert sein. Die Schiffe seien am Sonntag in See gestochen, teilten die Behörden mit. Rund 100.000 Menschen aus Dörfern an der Küste Bangladeschs seien vor den Fluten geflohen. Meteorologen sagten weitere Regenfälle voraus.
Auch in Andhra Pradesh seien Zehntausende vor den Wassermassen geflohen, berichteten indische Medien. Große Flüsse seien über ihre Ufer getreten. Mehrere Dörfer stünden unter Wasser und große Ackerflächen seien zerstört worden. Zur Evakuierung setze die Luftwaffe Hubschrauber ein. Eine wichtige Fernstraße sei überflutet worden, tausende Fahrzeuge seien gestrandet. Der Bahn- und Flugverkehr ist den Berichten zufolge behindert, in zahlreichen Orten fiel der Strom aus.
Ein Mitarbeiter des Fischereiministeriums Bangladeschs sagte, die Besatzungen der gekenterten Kutter hätten anscheinend Sturmwarnungen ignoriert. Die Küstenwache und Fischer suchten nach den Vermissten. Ein Wirbelsturm über der Bucht von Bengalen sorgt seit Samstag für heftigen Regen. Um diese Jahreszeit kommt es dort immer wieder zu Wirbelstürmen.
Besonders betroffen von den Stürmen sind regelmäßig die indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Orissa sowie Bangladesch. Bei einem Wirbelsturm im Jahr 1977 kamen in Andhra Pradesh mehr als 15.000 Menschen ums Leben. 1999 starben mehr als 9.000 Menschen bei einem Wirbelsturm in Orissa.
(apa)
