Dienstag, 20. September 2005

Bereits 58% gegen Bush: Erstmals mehr als
die Hälfte der US-Bürger gegen Amtsführung

  • Reaktion auf "Katrina" und Irak als Hauptkritikpunkte

Zum ersten Mal seit dem Amtsantritt von George W. Bush im Jänner 2001 kritisiert mehr als die Hälfte der US-Bürger die Amtsführung ihres Präsidenten. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Zeitung "USA Today" und dem Fernsehsender CNN missbilligten 58 Prozent der Befragten die Art und Weise, wie Bush die Geschicke des Lands in die Hand nimmt.

Vor allem die Reaktion auf den Hurrikan "Katrina" und das Thema Irak bringen viele US-Bürger gegen ihren Präsidenten auf. Nur sechs Prozent der Befragten hielten es für richtig, zur Bewältigung der Hurrikanfolgen die Ausgaben im Inneren zu kürzen, so wie Bush es fordert. 54 Prozent gaben an, die Regierung solle das Geld durch Mittelkürzungen beim Einsatz im Irak beschaffen.

Fast zwei Drittel der Befragten sprachen sich für einen Rückzug der US-Truppen aus dem Irak aus. 59 Prozent gaben an, der Einmarsch in den Irak sei ein Fehler gewesen. Zudem glaubten 56 Prozent, dass sich Bush eher aus politischen Gründen als aus wirklichem Mitgefühl für das von ihm angekündigte große Wiederaufbauprogramm für das verwüstete New Orleans entschieden habe. (apa/red)

20.9.2005 18:45