Auf Beutezug: Ausgehungerte Löwen töteten im Süden Äthiopiens 20 Menschen
- Tiere griffen in vergangenen Wochen 14 Dörfer an
Ausgehungerte Löwen haben im Süden von Äthiopien 20 Menschen getötet. Die Löwen hätten in den vergangenen Wochen jeweils am helllichten Tag 14 Dörfer angegriffen und dabei auch 750 Kühe und Schafe zerfleischt, sagte ein Mitarbeiter der örtlichen Regierung. Zu den Vorfällen sei es von Ende August bis Anfang September gekommen. Mehr als tausend Menschen seien aus dem Bezirk Soro geflohen, der 370 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba liegt.
Wildhüter führen die Angriffe darauf zurück, dass in der Region unlängst viel Wald abgeholzt worden sei und es im natürlichen Lebensraum der Löwen nicht mehr genügend Tiere als Beutegebe. Ein Großwildjäger sagte der Nachrichtenagentur AFP, Löwen griffen nur dann Menschen an, wenn sie ihren Lebensraum bedroht sähen.
(apa)
